Corpus Delicti

Foto: Robert Schittko
von Juli Zeh
Klassenzimmerstück ab 15 Jahren
Box
Premiere 27. Oktober 2019
ca. eine Stunde, keine Pause
BESETZUNG
Julia Pitsch (Mia Holl)
Simon Schwan (Heinrich Kramer)
Samuel Simon (Moritz' Stimme)
INHALT
In keiner fernen Zukunft, in 10, 20, 50 Jahren vielleicht. Eine Gesellschaft, in der alles optimiert und Krankheit weitestgehend ausgerottet ist. Das ganze gesellschaftliche System – Juli Zeh nennt es »Methode« – dient dem Wohl des Kollektivs. Ist das eine Utopie – oder eher eine Dystopie, wenn dieses Wohl nur mit totalitären Mitteln durchgesetzt werden kann? »Corpus Delicti« kommt in einer konzentrierten Form auf die Bühne der Box, reduziert auf die widerstreitenden Positionen des Texts: Einerseits das Pochen auf individuelle Lebensgestaltung – auch wenn dies Trauer und Leid einschließt – andererseits staatliches, repressives Handeln, das aber dem Wohl des Kollektivs verpflichtet ist. Auf wessen Seite stehen wir?
In Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.
Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation, die Crespo Foundation und die Dr. Marschner Stiftung.
PRESSESTIMMEN
»... es gelingt eine atmosphärisch dichte, eindringliche Auseinandersetzung darum, was es heißt, ein Mensch zu sein.«
hr2 Frühkritik, 28. Oktober 2019
» »Corpus delicti« ist kurz und eindrucksvoll. Und es macht betroffen – ohne vor Mitleid zu triefen.«
Main-Echo, 21. Dezember 2019
»Ein spannender Konflikt um die Frage, wie viel ist die Freiheit des Einzelnen im Vergleich zum Wohl des Kollektivs wert, schlüssig und überzeugend präsentiert.«
Strandgut, Dezember 2019
Foto: Robert Schittko