Podiumsdiskussion

Welche Zukunft für die städtischen Bühnen?

Der Ort des Theaters - heute und morgen
Heute 19.00 Uhr
Chagallsaal

Emilia Galotti

Gotthold Ephraim Lessing / Regie: David Bösch
25./26. April Schauspielhaus
Emilia, die Tochter des ehrbaren Odoardo Galotti, hat das Verlangen des Prinzen Gonzaga geweckt. Am Tag ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani lässt Marinelli, der Berater des Prinzen, ein Attentat auf den Hochzeitszug verüben. Appiani wird getötet, Emilia in die vermeintliche »Sicherheit« des prinzlichen Lustschlosses gebracht. Dort ist sie gänzlich in Gonzagas Gewalt. Odoardo sieht nur noch einen Ausweg... David Bösch zeigt in seiner ersten Frankfurter Schauspielarbeit Lessings Drama als Blick auf eine fieberhaft dem Unglück entgegen eilende, haltlose Welt.

ALLE MEINE SÖHNE

Arthur Miller / Regie: Anselm Weber
27. April Schauspielhaus
Arthur Millers Stück blickt schonungslos hinter die Fassaden wohlanständiger Bürgerlichkeit. Der 1915 in Harlem/New York City geborene amerikanische Autor zählt zu den bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Mit »Alle meine Söhne« schaffte er 1947 seinen Durchbruch am Broadway.
»Am Ende gab es sehr langen Applaus. Für 100 Minuten intensives Theatererlebnis.« (Ruhr Nachrichten)

Der alte Schinken

Nele Stuhler und Jan Koslowski
28./29. April Kammerspiele
Der Schinken ist die Keule des Schweins, also seine hintere Körperpartie. Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Ein nahrhaftes und lange gereiftes Stück unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Weil er so alt geworden ist? Weil die Bürger das –tum längst abgeschüttelt haben? Jedenfalls ist es jetzt tot, das Bürgertum. Niemand weiß, warum es tot ist und wie lange schon. Fest steht, es gab einen Mord, und alle sind verdächtig...

8BARLEBEN!

Lieder für eine bessere Verfassung
Regie: Daniela Kranz
29. April Panorama Bar
Nach Auftritten in Repertoire- und Klassenzimmerstücken startet das Studiojahr Schauspiel musikalisch durch. Mit den acht Studierenden entsteht ein Abend inspiriert von Udo Lindenberg über Tocotronic hin zu Dota. Wie wollen wir leben? Zusammen, frei, in Frieden, rücksichtsvoll, mit unveräußerlichen Grundwerten. Warum können wir uns darauf nicht schnell einigen? Es geht um unsere Verfassung, um die Sehnsucht nach gesellschaftlicher Veränderung und die Verantwortung des Einzelnen. Ist eine Bar nicht der beste Ort, um über Utopie und Revolution zu singen?
Laura Naumanns »Das hässliche Universum« in der Inszenierung von Julia Hölscher wurde als Gastspiel zu den Berliner Autorentheatertagen 2018 eingeladen. Die Berliner Autorentheatertage finden vom 1.-23. Juni am Deutschen Theater Berlin statt. Das Festival gibt einen Überblick über zeitgenössische deutschsprachige Gegenwartsdramatik. Aus einer Vielzahl von Produktionen haben der Journalist, Theaterkritiker und Vorsitzende der Jury Bernd Noack und das Deutsche Theater Berlin acht herausragende Inszenierungen ausgewählt, die vom 12.-20. Juni im Rahmen des deutschsprachigen Gastspielprogramms vorgestellt werden. Laura Naumanns Text ist ein rhythmischer, pulsierender Chor, aus dem sich zart die Stimmen Einzelner erheben. Ein Text über ein sehr heutiges Lebensgefühl, das Ringen um Liebe und Halt in diesem großen, und nicht immer hässlichen, Universum. Fünf namenlose Figuren kristallisieren sich aus einem Text, der ohne klassische Figuration und Dialogführung arbeitet. Sie sind auf der Suche nach einer Utopie, fragen sich, wer sie sind und ob sie trotz des allgemeinen Ohnmachtsgefühl gesellschaftliche Veränderungen erwirken können. Die nächsten Vorstellungen sind am 31. März und 6. April 2018 in den Kammerspielen zu sehen.

Ausgleich muss sein

Das Junge Abo für 40 Euro!
Für Schüler, Studierende und Auszubildende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr sechs Vorstellungen zum Preis von fünf! Zwei Vorstellungen im Schauspielhaus, zwei in den Kammerspielen und zwei in der Box.
 

Denkraum

Werte_Aber welche?
Eine sechsteilige Redenreihe des Schauspiel Frankfurt
In unserem Zusammenleben pochen wir auf unsere freiheitliche Gesellschaft, die auf unserer Verfassung beruht. Das, was den Boden unseres gemeinsamen Zusammenlebens stiftet, verbunden mit einer Form der politischen Correctness, die wir uns durch die leidvollen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erarbeitet haben, droht sich mehr und mehr zugunsten eines Populismus aufzulösen. Das hohe Gut der Freiheit, das unsere Verfassung garantieren möchte, empfinden plötzlich viele als zu frei, wenn es darum geht, dass verschiedene nationale Herkünfte, Religionen, sexuelle Ausrichtungen, kulturelle Lebensformen uns spalten. Die Redenreihe »Werte – aber welche?« ist eine Serie von sechs Debatten über das, was uns spaltet.