Familienstück ab 8 Jahren

Tintenherz

von Cornelia Funke
Heute 16.00 Uhr
Schauspielhaus
von Ayad Akhtar
Heute 20.00
Kammerspiele
von George Brant
Heute 20.00
Box

Trailer vorab
Das Ministerium der verlorenen Züge

Uraufführung: 01. Dezember
Nur im Dezember im Bockenheimer Depot
Die Erfahrung des Transitorischen, des Wechsels und Austausches, des Vorübergehenden und der Reise ist für die Stadt Frankfurt schon seit Jahrhunderten prägend. Mit »Das Ministerium der verlorenen Züge« setzt der ungarische Regisseur Viktor Bodó diese Erfahrung als zentrales Moment einer künstlerischen Suche nach dem Vorübergehenden, dem Flüchtigen, dem Fremden und zugleich dem Verbindenden zwischen Europa und Asien. Zusammen mit dem Autor Péter Kárpáti, einem Kamerateam und seinen künstlerischen Mitstreitern reist er mit der transsibirischen Eisenbahn in das Grenz- und Zeitzonenland zwischen Russland, China und der Mongolei.

Grounded

George Brant / Regie: Anselm Weber
18. November Box
Eine junge Pilotin der US-Luftwaffe muss nach der Geburt ihrer Tochter das Cockpit ihrer F-16 gegen den Steuerknüppel einer Kampfdrohne eintauschen. Jetzt sitzt sie 8.000 Meilen vom Schlachtfeld entfernt in Las Vegas, kann Abend für Abend nach dem Dienst zu Mann und Kind heimkehren. Doch die Trennung von Krieg und Zuhause fällt der jungen Frau zunehmend schwerer. Die hochauflösenden Bilder der Drohne entfalten einen Sog, dem sie sich nicht mehr zu entziehen vermag.
Die Fliegende Volksbühne

Carl Malss: Der Bürger-Capitain

Leitung: Michael Quast
22. November, 02./11. Dezember Kammerspiele
Vorbereitungen für eine Inszenierung von Carl Malß‘ Frankfurter Lokalposse »Der Bürger-Capitain oder Die Entführung« durch die Schauspieltruppe der Fliegenden Volksbühne unter Anleitung des Herrn Quast. Halbszenisch gelesen. »Höchlich zu empfehlen«. (Goethe in seiner Zeitschrift »Über Kunst und Alterthum«).

Denkraum

Werte_Aber welche?
Eine sechsteilige Redenreihe des Schauspiel Frankfurt
In unserem Zusammenleben pochen wir auf unsere freiheitliche Gesellschaft, die auf unserer Verfassung beruht. Das, was den Boden unseres gemeinsamen Zusammenlebens stiftet, verbunden mit einer Form der politischen Correctness, die wir uns durch die leidvollen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erarbeitet haben, droht sich mehr und mehr zugunsten eines Populismus aufzulösen. Das hohe Gut der Freiheit, das unsere Verfassung garantieren möchte, empfinden plötzlich viele als zu frei, wenn es darum geht, dass verschiedene nationale Herkünfte, Religionen, sexuelle Ausrichtungen, kulturelle Lebensformen uns spalten. Die Redenreihe »Werte – aber welche?« ist eine Serie von sechs Debatten über das, was uns spaltet.

Invisible Hand

Ayad Akhtar / Regie: Anselm Weber
18./19. November Kammerspiele
Ein Investmentbanker zockt ums eigene Leben: Nick, von einer pakistanischen Splittergruppe versehentlich anstelle seines Chefs entführt, kann das geforderte Lösegeld nicht aufbringen. Seine Bank wird keinen Finger rühren. Also schlägt er dem Anführer der Rebellen Imam Saleem vor, das Geld selbst an der Börse zu verdienen. Der Plan geht auf. Doch mit zwei Dingen hat Saleem nicht gerechnet: Der Macht des Geldes und der Intelligenz Bashirs. Ayad Akhtars Politthriller stellt auf unterhaltsame Art drängende Fragen unserer Zeit. Glauben wir nur noch an den Markt? Und was geschieht, wenn der Markt plötzlich unseren Feinden gehorcht?

Verbrennungen

Wajdi Mouawad / Regie: Daria Bukvić
17. November Kammerspiele
Nawal ist aus ihrem Heimatland vertrieben worden. Die letzten fünf Jahre ihres Lebens hat sie geschwiegen. Nun ist sie tot, und aus ihrem Testament spricht ein sonderbares Geheimnis. Die junge niederländische Regisseurin Daria Bukvić macht aus dem weltbekannten Stück des kanadisch-libanesischen Autors eine präzise Untersuchung des Kreislaufs der Gewalt und der Frage nach Hoffnung.

Das hässliche Universum

Laura Naumann / Regie: Julia Hölscher
26. November Kammerspiele
Zwei Künstlerinnen, die zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt arbeiten: Die Autorin Laura Naumann und die Regisseurin Julia Hölscher eröffnen mit der Uraufführung »Das hässliche Universum« die Kammerspiele. Naumanns Dramaturgie ähnelt einem Labyrinth, in dem sich Figuren wie Zuschauer frei bewegen. Unverwechselbar ist der Sound, den ihre Sprache hat: poetisch, klar und offen. Julia Hölscher ist seit 2015 Hausregisseurin am Theater Basel. Ihre Opern- und Schauspielinszenierungen waren u. a. am Staatsschauspiel Dresden sowie in München und Taschkent/ Usbekistan zu sehen.

Rose Bernd

Gerhart Hauptmann / Regie: Roger Vontobel
22. November Schauspielhaus
Ein tragischer Kindsmord, dem Hauptmann als Geschworener beiwohnte, hat ihn 1903 bewogen, die Suche nach dem Glück am sozialen Rand der Gesellschaft zu untersuchen. Jede menschliche Begegnung scheint sich hier im Eigennutz zu verlieren und bricht sich im Schein der Wahrheit an der jungen Rose, die unschuldig schuldig wird: verführt, verkuppelt, vergewaltigt, verstoßen. 

Das siebte Kreuz

Anna Seghers / Regie: Anselm Weber
24./ 25. November Schauspielhaus
Georg Heisler ist zusammen mit sechs anderen Häftlingen auf der Flucht aus dem KZ. Alleine, auf sich gestellt, kämpft er sich über Mainz nach Frankfurt. Der Lagerkommandant errichtet für jeden der Entflohenen ein Kreuz, und bindet die nach und nach wieder Eingefangenen daran. Schließlich steht nur noch das siebte Kreuz leer, während die Jagd weitergeht … Anna Seghers begann ihren antifaschistischen Roman 1938 im Exil, während in ihrer deutschen Heimat ihre Bücher verbrannt wurden. Er ist das erste Mal in Frankfurt auf der Bühne zu sehen

Richard III

William Shakespeare / Regie: Jan Bosse
17. November Schauspielhaus
Richard will König werden. Er kennt nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch alle Strategien der Intrige und des Verrats. Er weiht uns in seine Pläne ein und führt uns seine Skrupellosigkeit als mörderischer Polit-Player vor, der nur ein Ziel zu kennen scheint: ICH, das Weltreich mit drei Buchstaben. Jan Bosse inszeniert eines der frühesten Dramen Shakespeares mit Wolfram Koch in der Titelrolle. »Richard III« liefert uns die Folie, unsere Zeitgenossenschaft angesichts einer ungewissen Zukunft zu befragen, in der Zivilisation und Humanismus unterzugehen drohen.
Der Vorverkauf für Dezember startet am 10. November. Der Vorverkauf für Abonnenten beginnt am 7. November.

Woyzeck

Georg Büchner / Regie: Roger Vontobel
20. November Schauspielhaus
Roger Vontobel bringt das berühmteste Dramenfragment der Theatergeschichte als zweite Premiere im Schauspielhaus auf die Bühne. Woyzeck ist nicht nur das Opfer sozialer Verhältnisse oder ein pathologischer Musterfall. In seinem Drama seziert Georg Büchner zugleich die Erfahrung einer neuen Obdachlosigkeit: ein Leben, das kein Sinn und keine Moral mehr zusammenhält, auch nicht das kleine Glück der Familie oder das große Glück der Liebe.

Kampf des Negers und
der Hunde

Bernard-Marie Koltès / Regie: Roger Vontobel
07./08. Dezember Kammerspiele
Inmitten einer feindlichen Fremde, gesichert hinter Zäunen und Wachtürmen arbeiten der Ingenieur Cal und sein Vorgesetzter Horn an einem Bauprojekt. Ein Arbeiter kommt ums Leben – war es ein Unfall? Oder ein Mord? Roger Vontobels Inszenierung zeigt Koltès‘ Untersuchung unserer Angst vor dem Fremden als eine wuchtige »Expedition ins Herz der Finsternis«. (Deutschlandfunk Kultur)

Die Verwandlung

nach Franz Kafka / Regie: Jan-Christoph Gockel
20. November Kammerspiele
Der Handelsvertreter Gregor Samsa erwacht und findet sich verwandelt: Arme und Beine gehorchen ihm nicht, Körper und Raum passen nicht mehr zueinander. Kein Albtraum, sondern Realität. Ist Samsa zu einem Ungeziefer geworden? Oder sind es die anderen – ist es die Welt, die sich verwandelt hat? Franz Kafkas berühmte Novelle wird in der Regie Jan-Christoph Gockels zu einem faszinierenden Vexierspiel der Verwandlungen.
Studiojahr Schauspiel

Ein Bericht für eine Akademie

Franz Kafka / Regie: Isaak Dentler
05. Dezember Box
Kafkas Bericht über einen Affen, dem es nahezu gelingt, Mensch zu werden, ist eine schwarze Satire über Anpassung und Ausgrenzung. Nachdem Ensemblemitglied Isaak Dentler in den letzten Spielzeiten seine umjubelten Soloprogramme »Werther« und»Kohlhaas« auf die Bühne gebracht hat, inszeniert er erstmalig eine Produktion mit einer jungen Schauspielerin des Studiojahr Schauspiel.
Ob Speed Dating mit unseren Künstlern, World Café über Theaterberufe, Spielplanvorstellung mit dem Intendanten, große Technikshow im Schauspielhaus, oder das gemeinsame Singalong auf dem Willy-Brandt-Platz —  das diesjährige Theaterfest war mit mehr als 9.000 Besuchern ein voller Erfolg. Wir haben auf issue ein paar der schönsten Eindrücke für Sie festgehalten.

Mit 28 festen Ensemblemitgliedern und mehr als 20 Gästen startet Intendant Anselm Weber seine erste Spielzeit 2017/18 am Schauspiel Frankfurt. Wir laden Sie ein, die Schauspielerinnen und Schauspieler hier schon einmal etwas mehr kennenzulernen. Und demnächst natürlich auf der Bühne!

Neues Spielzeitheft 2017/18
Intendanz Anselm Weber

Das neue Spielzeitheft 2017/18 ist ab sofort im Eingangsfoyer des Schauspielhauses erhältlich und steht hier zum Download bereit.

Auf issue zum Durchblättern
Alle Premieren
Acht Schauspielstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt werden zukünftig ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel Frankfurt absolvieren. Sie sollen in Produktionen des Spielplans zusammen mit dem Ensemble auftreten und alle Arbeitsprozesse des Theaters kennenlernen. Mit dieser Förderung und Unterstützung der einzigen staatlichen Schauspielausbildung in Hessen nimmt das Schauspiel Frankfurt seine Verantwortung für den künstlerischen Nachwuchs wahr.