X-Räume

Denkraum mit Jagoda Marinić

Deutsch macht Geschichte_Wer bestimmt den Wert des Deutschen?
Heute 20.00 Uhr
Chagallsaal
X-Räume

Denkraum mit Jagoda Marinić

Deutsch macht Geschichte_Wer bestimmt den Wert des Deutschen?
22. Mai Chagallsaal
Die Frage, was das Deutsche ausmache, ist eine der lautesten aktuellen Debatten. Zwischen der Suche nach deutscher Identität und Postulaten eines neuen (alten?) Heimatbegriffs bringen sich die Kontrahenten in Stellung. Ihre Rhetorik definiert sich dabei überwiegend über die Abwehr des Fremden. Jagoda Marinić  sieht diese Diskussion kritisch und nennt z.B. das neugeschaffene Heimatministerium ein »Ministerium für kulturelle Selbstverteidigung«. Wer dominiert die Diskurse in einem Land, in dem 16 Millionen Menschen leben, die einen Migrationshintergrund haben? Jagoda Marinić, 1977 in Waiblingen geboren, ist Politikwissenschaftlerin, Theatermacherin und mehrfach ausgezeichnete Autorin. Seit 2012 leitet sie das Interkulturelle Zentrum in Heidelberg, das sich der Förderung von Integration und kultureller Teilhabe verpflichtet hat. Eine ihrer Thesen: »Made in Germany« muss neu erfunden werden.

Der alte Schinken

Der beste Whodunit-Krimi der Welt von Nele Stuhler und Jan Koslowski
01./02. Juni Kammerspiele
Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Wieso ist der so alt geworden? Ist er womöglich tot? Das junge Regieduo Nele Stuhler und Jan Koslowski inszeniert einen furiosen Krimi, der mit Witz und Biss all unsere bürgerlichen Gewohnheiten, unser Bildungsgut und politisches Denken persifliert. Sechs virtuose Schauspieler_innen in einer fulminant-satirischen Tirade über Mitte, Maß und Standpunkt.

Zum letzten Mal!
Das hässliche Universum

Laura Naumann / Regie: Julia Hölscher
04. Juni Kammerspiele
Zwei Künstlerinnen, die zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt arbeiten: Die Autorin Laura Naumann und die Regisseurin Julia Hölscher eröffnen mit der Uraufführung »Das hässliche Universum« die Kammerspiele. Naumanns Dramaturgie ähnelt einem Labyrinth, in dem sich Figuren wie Zuschauer frei bewegen. Unverwechselbar ist der Sound, den ihre Sprache hat: poetisch, klar und offen. Julia Hölscher ist seit 2015 Hausregisseurin am Theater Basel. Ihre Opern- und Schauspielinszenierungen waren u. a. am Staatsschauspiel Dresden sowie in München und Taschkent/ Usbekistan zu sehen.

Frankenstein

Eine theatralisch-musikalische Lesung mit August Zirner und dem Spardosen-Terzett
25. Mai Schauspielhaus
»Frankenstein« erzählt von August Zirner in Begleitung des Spardosen-Terzetts, ist eine musikalische Lesung basierend auf Mary Shelleys weltberühmten Roman aus dem Jahre 1818. Inspiriert von diesem Text und von unterschiedlichen Epochen schaffen die Musiker packende Klangwelten.

Zum letzten Mal!
Erste letzte Menschen

Ein inklusives Jugendtheaterprojekt von Martina Droste und Chris Weinheimer
27. Mai Kammerspiele
»Erste letzte Menschen« erzählt Geschichten der Menschheit. Nicht mehr und nicht weniger. In einer Situation, in der selbst ernannte Identitäre sich auf ihre eigenen Wurzeln berufen, braucht es Universalismen: WIR sind die, die Geschichten, Geschichte und damit die Geschicke der Menschheit bestimmen. Es gibt nicht uns und die anderen. Eine inklusive Gruppe junger Menschen, Individuen, Performern, erzählt gemeinsam von ihren Anfängen, von ihrem Erleben des Endens, von ihren Sichtweisen auf die Geschichte der Menschheit.

Emilia Galotti

Gotthold Ephraim Lessing / Regie: David Bösch
26. Mai Schauspielhaus
Emilia, die Tochter des ehrbaren Odoardo Galotti, hat das Verlangen des Prinzen Gonzaga geweckt. Am Tag ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani lässt Marinelli, der Berater des Prinzen, ein Attentat auf den Hochzeitszug verüben. Appiani wird getötet, Emilia in die vermeintliche »Sicherheit« des prinzlichen Lustschlosses gebracht. Dort ist sie gänzlich in Gonzagas Gewalt. Odoardo sieht nur noch einen Ausweg... David Bösch zeigt in seiner ersten Frankfurter Schauspielarbeit Lessings Drama als Blick auf eine fieberhaft dem Unglück entgegen eilende, haltlose Welt.
Ideenwettbewerb

ZEIT für deine Stadt

Der Ideenwettbewerb »ZEIT für Deine Stadt« widmet sich aus gesellschaftspolitischer Perspektive aktuellen Fragestellungen rund um die Stadt der Zukunft. Wir suchen Ihre Ideen und prämieren die Besten auf der Konferenz am 7. Juni in Frankfurt.

Dabei geht es um folgende Fragestellungen: Wie wollen wir zusammen leben? Wie gestalten wir Städte und Mobilität nachhaltig und intelligenter? Und wie wollen wir wohnen und arbeiten? Alle, die sich mit Ideen und Projekten für eine bessere Stadt der Zukunft engagieren, sind aufgerufen, sich mit ihren Vorstellungen zu bewerben. Der Ideenwettbewerb ist für jede Form des Engagements offen: vom Start-Up bis zur Forschungseinrichtung, von Bürgern und Bürgerinitiativen, bis zur kulturellen Einrichtung. Der Rechtsweg ist hierbei ausgeschlossen.

Schicken Sie uns bis zum 15. Mai Ihre Vorschläge unter Angabe der entsprechenden Kategorie auf maximal zehn Folien im PDF-Format. Diese werden von einem Kuratorium aus renommierten Wissenschaftlern, Designern und Experten aus der Wirtschaft bewertet. Aus allen Einsendungen zu den drei Themen-schwerpunkten »Soziologie der Stadt«, »nachhaltige Stadt« sowie »urbane Architekturen« wählt die Jury die drei besten Ideen aus, die im Rahmen der Konferenz »ZEIT für Deine Stadt« vorgestellt und prämiert werden. Der Gesamtsieger erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro und die Möglichkeit, seine Ideen mit den Partnern der Konferenz weiterzuentwickeln.

Neues Spielzeitheft 2018/19

Das neue Spielzeitheft 2018/19 ist ab sofort im Eingangsfoyer des Schauspielhauses erhältlich und steht hier zum Download bereit.

Auf issue zum Durchblättern.
Alle Premieren auf einen Blick.
Konzert

Jan Plewka singt Rio Reiser

Es spielt: die Schwarz-Rote Heilsarmee
24. Mai Schauspielhaus
Wie keine andere deutsche Band drücken »Ton Steine Scherben« das Lebensgefühl ihrer Generation aus. Doch Frontmann Rio Reiser war auch ein charismatischer Einzelgänger. Jan Plewka und die Schwarz-Rote Heilsarmee stellen diesen verletzlichen Rio ins Zentrum ihres Abends. Und wenn sie die Lieder des ehemaligen »Königs von Deutschland« spielen, dann geht das über ein bloßes Rockkonzert weit hinaus. Jan Plewka ist hier Sänger, Musiker und Schauspieler zugleich.
Laura Naumanns »Das hässliche Universum« in der Inszenierung von Julia Hölscher wurde als Gastspiel zu den Berliner Autorentheatertagen 2018 eingeladen. Die Berliner Autorentheatertage finden vom 1.-23. Juni am Deutschen Theater Berlin statt. Das Festival gibt einen Überblick über zeitgenössische deutschsprachige Gegenwartsdramatik. Aus einer Vielzahl von Produktionen haben der Journalist, Theaterkritiker und Vorsitzende der Jury Bernd Noack und das Deutsche Theater Berlin acht herausragende Inszenierungen ausgewählt, die vom 12.-20. Juni im Rahmen des deutschsprachigen Gastspielprogramms vorgestellt werden. Laura Naumanns Text ist ein rhythmischer, pulsierender Chor, aus dem sich zart die Stimmen Einzelner erheben. Ein Text über ein sehr heutiges Lebensgefühl, das Ringen um Liebe und Halt in diesem großen, und nicht immer hässlichen, Universum. Fünf namenlose Figuren kristallisieren sich aus einem Text, der ohne klassische Figuration und Dialogführung arbeitet. Sie sind auf der Suche nach einer Utopie, fragen sich, wer sie sind und ob sie trotz des allgemeinen Ohnmachtsgefühl gesellschaftliche Veränderungen erwirken können. Die nächsten Vorstellungen (und letzten in dieser Spielzeit) finden am 10. Mai und 04. Juni in den Kammerspielen statt.

Ausgleich muss sein

Das Junge Abo für 40 Euro!
Für Schüler, Studierende und Auszubildende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr sechs Vorstellungen zum Preis von fünf! Zwei Vorstellungen im Schauspielhaus, zwei in den Kammerspielen und zwei in der Box.
 

Denkraum

Werte_Aber welche?
Eine sechsteilige Redenreihe des Schauspiel Frankfurt
In unserem Zusammenleben pochen wir auf unsere freiheitliche Gesellschaft, die auf unserer Verfassung beruht. Das, was den Boden unseres gemeinsamen Zusammenlebens stiftet, verbunden mit einer Form der politischen Correctness, die wir uns durch die leidvollen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erarbeitet haben, droht sich mehr und mehr zugunsten eines Populismus aufzulösen. Das hohe Gut der Freiheit, das unsere Verfassung garantieren möchte, empfinden plötzlich viele als zu frei, wenn es darum geht, dass verschiedene nationale Herkünfte, Religionen, sexuelle Ausrichtungen, kulturelle Lebensformen uns spalten. Die Redenreihe »Werte – aber welche?« ist eine Serie von sechs Debatten über das, was uns spaltet.