Ferdinand von Schirach
Heute 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Nach dem Romanfragment von Franz Kafka
Heute 20.00 Uhr
Kammerspiele
THEMENTAGE 17. – 20. März 2016

DIGITALE WELTEN – WELCHEN
FORTSCHRITT WOLLEN WIR?

Inszenierungen/Gastspiele
Vorträge/Diskussionen
Was sind sind die künstlerischen und gesellschaftlichen Veränderungen sowie Risiken und Chancen der neuen Technologien? Prominente Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, IT, Soziologie und Philosophie zeigen in Vorträgen und Debatten, wie sich unser Verständnis von Privatheit und Öffentlichkeit im Zuge der digitalen Revolution wandelt und welche Folgen sich daraus für Karriere, Beziehungen, Freundschaften sowie für politische und kreative Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Gastspiele wie »4.48 Psychose« von Sarah Kane des Schauspiel Dortmund oder »Remote Frankfurt«, ein Audiowalk von Rimini Protokoll, sowie Produktionen des Schauspiel Frankfurt werfen einen Blick in die Zukunft.
Yvonne Hofstetter ist Geschäftsführerin von Teramark Technologies GmbH und Expertin für Datenfusionssysteme. In Ihrem Blogbeitrag zeigt sie, welche Konsequenzen die permanente Überwachung für unser Freiheitsverständnis und Zusammenleben hat, wie sich unser Menschenbild durch die kapitalistische Verwertungslogik ändert und warum die Politik dringend aufgefordert ist, zu handeln.
Tanzgastspiel

En avant, marche!

22./23. März Schauspielhaus
In »En avant, marche!« durchbricht eine 30-köpfige Blaskapelle die Schallmauern zwischen den Genre-Grenzen. Der belgische Starchoreograf Alain Platel ist ein unübertroffener Meister, wenn es darum geht, existenzielle Dramen und skurrilste Charaktere mit tänzerischer und klanglicher Virtuosität zu hoch explosiven Bühnenwerken zu vereinen.

Schuld und Sühne

Fjodor Dostojewski / Regie: Bastian Kraft
19./24. Februar Schauspielhaus
Der Langzeitstudent Raskolnikow ermordet eine alte Pfandleiherin, weil sie mit ihrem Geld nichts anfängt. Zunächst ist er vollkommen von der Richtigkeit dieser Tat überzeugt, aber der Zweifel beginnt an seiner Psyche zu nagen. »Bin ich ein Napoleon oder eine Laus?«, fragt Dostojewskis Roman mit unerbittlicher Klarheit, mit der der Leser sich direkt in den Kopf des Täters hineinversetzt sieht.

Zur Audioeinführung von Dramaturgin Claudia Lowin
Uraufführung 19. Februar Kammerspiele

Zweite allgemeine Verunsicherung

Felicia Zeller / Regie: Johanna Wehner
Felicia Zeller hat mit »Zweite allgemeine Verunsicherung« ein neues, grotesk-fantastisches Stück über narzisstisch-depressive Menschen für das Schauspiel Frankfurt geschrieben, die sich auch im Angesicht eines drohenden Weltuntergangs nicht von sich selber lösen können. Ihre Texte sind voller Sprachwitz, bestechend präziser Beschreibungen unserer sich immer weiter dem Wahnsinn nähernden Gegenwart.
Premiere 20. Februar Schauspielhaus

Der Revisor

Nikolai Gogol / Regie: Sebastian Hartmann
Justiz, Schul- und Gesundheitswesen in Nikolai Gogols Kleinstadt sind ein Spiegelbild von Sepp Blatters FIFA, denn alle sind bis ins Mark hinein korrupt. Jeder lässt sich schmieren, wo und wie er nur kann. Als sich ein Revisor aus der Hauptstadt ankündigt, bricht unter den Honoratioren Panik aus: Was tun, wenn der Revisor am Ende unbestechlich ist? Gogols berühmte Verwechslungskomödie ist ein boshafter Kommentar zu klammen Staaten und Verbänden und über Korruption im Namen des Volkes.

Gib deine Stimme

Eine Partizipative Audioinstallation von Laura Linnenbaum bis 16. Februar auf dem Willy-Brandt-Platz
Auf dem Willy-Brandt-Platz werden Passanten in Telefonzellen dazu aufgefordert, eine fremde Geschichte zu ihrer eigenen zu machen, die eigene Stimme zu nutzen, um sie hörbar zu machen. Über Monate hinweg wurden Erzählungen gesammelt von Geflüchteten aus Frankfurt, Deutschland, Europa, von heute und früher, aus dem 20. und 21. Jahrhundert, von Opfern und Tätern, von hier und jetzt.

George Kaplan

Frédéric Sonntag / Regie: Alexander Eisenach
13./14. Februar Kammerspiele
Was verbindet eine Gruppe heillos zerstrittener Untergrund-Aktivisten mit den besten Drehbuchautoren Hollywoods und einer geheimen Regierung, die versucht eine große Bedrohung für die innere Sicherheit eines Landes abzuwenden? Es ist vor allem ein Name: George Kaplan. Doch wer oder besser was verbirgt sich eigentlich hinter »George Kaplan«? Frédéric Sonntag spielt in seiner abgründigen Diskurs-Komödie mit unseren Ängsten, Vorstellungen und unserer Skepsis. Es geht um Überwachung und Kontrolle, das Zusammenwirken von Macht und Fiktion, medial erschaffenen Mythen und der Unkontrollierbarkeit der sogenannten Wirklichkeit.