von Gotthold Ephraim Lessing
Heute 19.30 Uhr
Schauspielhaus
von Wajdi Mouawad
Heute 20.00
Kammerspiele

Einige Nachrichten an das All

Wolfram Lotz / Regie: Marc Prätsch
21./22. April Kammerspiele
Wir verschicken Nachrichten ohne Ende – per SMS, WhatsApp, Twitter, E-Mail oder was auch immer. Eine Heilsbotschaft ist nicht mehr dabei, keine Gewissheit, die für alle gilt. In Wolfram Lotz‘ Theaterwelt gibt es eine Satellitenschüssel, die Botschaften in Form von Tonsignalen ins All schicken kann. Der Leiter des Fortschritts lässt Personen aus Historie und Medien auftreten, die dem All mitteilen sollen, »was die Menschen auf der Erde so bewegt«; in einem einzigen Wort: Doch welches Wort kann schon ein ganzes Leben beschreiben? Wolfram Lotz zählt zu den wichtigsten Gegenwartsautoren Deutschlands und hat mit »Einige Nachrichten an das All« einen wunderbar tragikomischen Reigen über das Leben in utopielosen Zeiten geschrieben. Es spielen die jungen Schauspieler_innen des Studiojahr Schauspiel.
X-Räume

Denkraum mit Oliver Nachtwey

Geld macht schön_Bestimmt der Geldwert unsere Gesellschaft?
22. April Chagallsaal
Unsere Demokratie beruht auf den zentralen Werten von Freiheit und Gleichheit, die seit den fünfziger Jahren verbunden waren mit der Idee der Chancengleichheit. Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, in der Gesellschaft aufzusteigen und den Beruf wählen zu können, der seinem Interesse entsprach und eine angemessene Bezahlung versprach. Davon sind wir heute weit entfernt, da ein Drittel der Arbeitsverhältnisse prekär ist, da gerade in kreativen oder künstlerischen Berufen das Gehalt kaum ausreicht und unser Bildungssystem ausgrenzt, statt auch die Entwicklung der sozial Schwachen zu fördern. So befinden wir uns, meint der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey, auf einer Rolltreppe, die nicht mehr nach oben führt, sondern nur noch nach unten: in die sogenannte Abstiegsgesellschaft. Nachtweys kritische Analyse wird in seinem Impulsvortrag dargelegt und anschließend mit den Zuschauern diskutiert.

Emilia Galotti

Gotthold Ephraim Lessing / Regie: David Bösch
20./23. April Schauspielhaus
Emilia, die Tochter des ehrbaren Odoardo Galotti, hat das Verlangen des Prinzen Gonzaga geweckt. Am Tag ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani lässt Marinelli, der Berater des Prinzen, ein Attentat auf den Hochzeitszug verüben. Appiani wird getötet, Emilia in die vermeintliche »Sicherheit« des prinzlichen Lustschlosses gebracht. Dort ist sie gänzlich in Gonzagas Gewalt. Odoardo sieht nur noch einen Ausweg... David Bösch zeigt in seiner ersten Frankfurter Schauspielarbeit Lessings Drama als Blick auf eine fieberhaft dem Unglück entgegen eilende, haltlose Welt.

Der alte Schinken

Nele Stuhler und Jan Koslowski
28. April Kammerspiele
Der Schinken ist die Keule des Schweins, also seine hintere Körperpartie. Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Ein nahrhaftes und lange gereiftes Stück unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Weil er so alt geworden ist? Weil die Bürger das –tum längst abgeschüttelt haben? Jedenfalls ist es jetzt tot, das Bürgertum. Niemand weiß, warum es tot ist und wie lange schon. Fest steht, es gab einen Mord, und alle sind verdächtig...

Richard III

William Shakespeare / Regie: Jan Bosse
21./22. April Schauspielhaus
Fast dreißig Jahre schon tobt der Kampf der Machteliten Englands um die Vorherrschaft im Land und hat auf allen Seiten viele Opfer gefordert. Jeder der Beteiligten hat Dreck am Stecken, doch jetzt soll Frieden herrschen. Aber der Machtkampf gärt weiter unter der Oberfläche, alle kämpfen um Privilegien und Positionen. Einer agiert als mörderischer Polit-Player skrupelloser als seine Konkurrenten: Richard, Herzog von Gloucester.
Laura Naumanns »Das hässliche Universum« in der Inszenierung von Julia Hölscher wurde als Gastspiel zu den Berliner Autorentheatertagen 2018 eingeladen. Die Berliner Autorentheatertage finden vom 1.-23. Juni am Deutschen Theater Berlin statt. Das Festival gibt einen Überblick über zeitgenössische deutschsprachige Gegenwartsdramatik. Aus einer Vielzahl von Produktionen haben der Journalist, Theaterkritiker und Vorsitzende der Jury Bernd Noack und das Deutsche Theater Berlin acht herausragende Inszenierungen ausgewählt, die vom 12.-20. Juni im Rahmen des deutschsprachigen Gastspielprogramms vorgestellt werden. Laura Naumanns Text ist ein rhythmischer, pulsierender Chor, aus dem sich zart die Stimmen Einzelner erheben. Ein Text über ein sehr heutiges Lebensgefühl, das Ringen um Liebe und Halt in diesem großen, und nicht immer hässlichen, Universum. Fünf namenlose Figuren kristallisieren sich aus einem Text, der ohne klassische Figuration und Dialogführung arbeitet. Sie sind auf der Suche nach einer Utopie, fragen sich, wer sie sind und ob sie trotz des allgemeinen Ohnmachtsgefühl gesellschaftliche Veränderungen erwirken können. Die nächsten Vorstellungen sind am 31. März und 6. April 2018 in den Kammerspielen zu sehen.

Verbrennungen

Wajdi Mouawad / Regie: Daria Bukvić
20. April Kammerspiele
Nawal ist aus ihrem Heimatland vertrieben worden. Die letzten fünf Jahre ihres Lebens hat sie geschwiegen. Nun ist sie tot, und aus ihrem Testament spricht ein sonderbares Geheimnis. Die junge niederländische Regisseurin Daria Bukvić macht aus dem weltbekannten Stück des kanadisch-libanesischen Autors eine präzise Untersuchung des Kreislaufs der Gewalt und der Frage nach Hoffnung.

Herzlichen Glückwunsch!

»Erste letzte Menschen«

erhält Einladung zum Theatertreffen der Jugend 2018
Das inklusive Jugendtheaterprojekt »Erste letzte Menschen« des Jungen Schauspiel Frankfurt ist zum 39. Theatertreffen der Jugend 2018 vom 13. bis 21. April nach Berlin eingeladen. Regie und Konzept stammen von Chris Weinheimer und Martina Droste, die somit zum zweiten Mal gemeinsam mit einem ihrer Projekte am Schauspiel Frankfurt zum Theatertreffen eingeladen sind.  Die Jury des diesjährigen Theatertreffen der Jugend aus 105 Bewerbungen acht Theaterproduktionen zum Theatertreffen ausgewählt. In »Erste letzte Menschen« erzählt eine inklusive Gruppe jugendlicher Performer, manchmal eingeschränkt, manchmal frei von Grenzen, gemeinsam von Anfängen, vom Erleben des Endens, von ihren Sichtweisen auf die Geschichte der Menschheit.


Crowdfunding

Frankfurter Dramen

Ein Film aus dem Bauche des Theaters
Die Studierenden des »Studiojahr Schauspiel« drehen im Rahmen ihrer Ausbildung an der HfMDK Frankfurt einen Film, der im, auf, hinter, über und unter dem Schauspiel Frankfurt spielen wird und benötigen dafür Unterstützung. Bis zum 28. Februar kann für das Projekt gespendet werden.

Ausgleich muss sein

Das Junge Abo für 40 Euro!
Für Schüler, Studierende und Auszubildende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr sechs Vorstellungen zum Preis von fünf! Zwei Vorstellungen im Schauspielhaus, zwei in den Kammerspielen und zwei in der Box.
 

Denkraum

Werte_Aber welche?
Eine sechsteilige Redenreihe des Schauspiel Frankfurt
In unserem Zusammenleben pochen wir auf unsere freiheitliche Gesellschaft, die auf unserer Verfassung beruht. Das, was den Boden unseres gemeinsamen Zusammenlebens stiftet, verbunden mit einer Form der politischen Correctness, die wir uns durch die leidvollen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erarbeitet haben, droht sich mehr und mehr zugunsten eines Populismus aufzulösen. Das hohe Gut der Freiheit, das unsere Verfassung garantieren möchte, empfinden plötzlich viele als zu frei, wenn es darum geht, dass verschiedene nationale Herkünfte, Religionen, sexuelle Ausrichtungen, kulturelle Lebensformen uns spalten. Die Redenreihe »Werte – aber welche?« ist eine Serie von sechs Debatten über das, was uns spaltet.

Ob Speed Dating mit unseren Künstlern, World Café über Theaterberufe, Spielplanvorstellung mit dem Intendanten, große Technikshow im Schauspielhaus, oder das gemeinsame Singalong auf dem Willy-Brandt-Platz —  das diesjährige Theaterfest war mit mehr als 9.000 Besuchern ein voller Erfolg. Wir haben auf issue ein paar der schönsten Eindrücke für Sie festgehalten.

Mit 28 festen Ensemblemitgliedern und mehr als 20 Gästen startet Intendant Anselm Weber seine erste Spielzeit 2017/18 am Schauspiel Frankfurt. Wir laden Sie ein, die Schauspielerinnen und Schauspieler hier schon einmal etwas mehr kennenzulernen. Und demnächst natürlich auf der Bühne!

Neues Spielzeitheft 2017/18
Intendanz Anselm Weber

Das neue Spielzeitheft 2017/18 ist ab sofort im Eingangsfoyer des Schauspielhauses erhältlich und steht hier zum Download bereit.

Auf issue zum Durchblättern
Alle Premieren
Acht Schauspielstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt werden zukünftig ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel Frankfurt absolvieren. Sie sollen in Produktionen des Spielplans zusammen mit dem Ensemble auftreten und alle Arbeitsprozesse des Theaters kennenlernen. Mit dieser Förderung und Unterstützung der einzigen staatlichen Schauspielausbildung in Hessen nimmt das Schauspiel Frankfurt seine Verantwortung für den künstlerischen Nachwuchs wahr.