Foto: Alexander Paul Englert
Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet.
 
Mit der Spielzeit 2017/18 beginnt die Intendanz von Anselm Weber am Schauspiel Frankfurt. Das Programm gestalten er und seine Stellvertreterin und Chefdramaturgin Marion Tiedtke mit 31 Stücktiteln, 8 Uraufführungen, einem Ensemble mit 28 Schauspielern und unterschiedlichen künstlerischen Partnern in der Stadt.
 
In den vier Spielstätten – Schauspielhaus, Kammerspiele, Box und Bockenheimer Depot – bringen renommierte Regisseure wie Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Roger Vontobel, Robert Borgmann, Jan-Christoph Gockel und internationale Regisseure wie Victor Bódó, Daria Bukvić oder Miloš Lolić sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Dramatik von Elfriede Jelinek, Marius von Mayenburg oder Wajdi Mouawad auf die Bühne.
 
Mit der Spielzeit 2017/18 startet das Schauspiel Frankfurt auch sein bisher größtes kulturelles Bildungsprojekt für 220 Jugendliche in drei Stadtteilen. »All Our Futures« gibt 220 Jugendlichen aus drei Stadtteilen über drei Jahre hinweg die Möglichkeit, Modelle des Zusammenlebens zu befragen und zu entwerfen. Neben dem groß angelegten Stadtprojekt erweitern Performances, Workshops und Gespräche das Angebot für Jugendliche im Jungen Schauspiel Frankfurt.
 
Mit der neuen über drei Jahre konzipierten Serie »Stimmen einer Stadt« entsteht ein dramatisches Kaleidoskop von Frankfurt durch 3 x 3 Uraufführungen mit jeweils drei Autoren, welche die Lebensläufe realer Personen in dieser Stadt poetisch überschreiben. Renommierte Autoren wie Wilhelm Genazino, Olga Grjasnowa und Teresa Präauer schreiben dabei zum ersten Mal für das Theater. Neben den Produktionen entsteht in der BOX ein diskursiver Raum mit einer Debattenkultur über »Werte_aber welche?« : Eine Reden-und Gesprächsreihe mit renommierten Gästen wie der britische Soziologe Colin Crouch, die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan, der Wirtschafts-und Gesellschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey, die Philosophin Elif Özmen und der Leiter des Instituts für Bruttonationalglück aus Buthan, Ha Vinh To.
 
Im Rahmen des »Studiojahr Schauspiel« absolvieren acht Schauspielstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel Frankfurt.