Franz und Karl sind Brüder, und sie wollen Geld. Das Geld der Eltern, Otto und Linde, die jedoch auch nichts mehr herzugeben haben und ängstlich die Ankunft der gefürchteten Söhne erwarten. Sie wollen nur ihr Erbe, was ihnen zusteht; aber das kann es nicht geben, es wird nichts vererbt, nichts weitergegeben, weder materiell noch ideell, weder in dieser Familie noch bei den Nachbarn, die sich auch buchstäblich nichts schenken. Denn, und das wissen alle, es kann kein gutes Ende nehmen... Ewald Palmetshofer, der Meister der beschädigten Figuren, erzählt mit lyrischer, gebrochener Sprache, bitterer Ironie und grimmigem Witz eine apokalyptische Geschichte des Spätkapitalismus, der Anti-Nachhaltigkeit, aus der es kein Entrinnen geben kann, für keine Generation, für niemanden. Eine Geschichte, die 2018 in der öffentlichen Diskussion zur Schuldenbremse, vor den Bankentürmen, sogar noch aktueller ist als bei der Uraufführung 2012 in Wien. Das Schauspiel Frankfurt stellt den Autor damit erstmals in dieser Stadt vor.
Kammerspiele

Premiere 08. September 2018
Termine
Sa 08.09.2018 20.00 Uhr
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
So 09.09.2018 18.00 Uhr
So 16.09.2018 18.00 Uhr
Do 20.09.2018 20.00 Uhr
19.30, Einführung im Foyer der Kammerspiele
Fr 28.09.2018 20.00 Uhr
Fr 05.10.2018 20.00 Uhr
Regie
David Bösch

Bühne
Falko Herold

Kostüme
Mona Stemberger

Dramaturgie
Konstantin Küspert

Besetzung
Peter Schröder (Otto, der alte Vater)
Heidi Ecks (Linde, die alte Mutter)
Anke Sevenich (Edith, die Nachbarin im Rollstuhl)
Matthias Redlhammer (Sepp, die Liebe der Nachbarin)
Isaak Dentler (Franz)
Fridolin Sandmeyer (Karl)
Sarah Grunert (Petra, die Tochter der Nachbarin)