INCUBATIO­NISM: IM SCHWEBE­ZUSTAND DER GEGENWART

Im Rahmen der Gesprächsreihe »Where do we go from here?«
Die Autorin und Regisseurin Satoko Ichihara im Gespräch mit der Programmdirektorin von »Theater der Welt«, Chiaki Soma

Incubationism: a state of uncertainty
The author and director Satoko Ichihara in conversation with the programme director of »Theater der Welt« 2023, Chiaki Soma

Das Gespräch findet auf Japanisch statt und wird simultan übersetzt.

Weitere Informationen zur Reihe »Where do we go from here?«

Chagallsaal

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 19.03.2023
11.00
TEAM
Moderation: Cécile Schortmann
INHALT
»Incubationism« lautet die Wortschöpfung, die Chiaki Soma als Titel über »Theater der Welt« 2023 gesetzt hat. Gemeint ist damit die Beschreibung einer Grenzsituation in der Gegenwart, in der das Zukünftige zugleich befürchtet und ersehnt wird. Der antike Begriff der »Inkubation« bezeichnet einen Schlaf, in dem der (erkrankte) Mensch in Kontakt tritt mit dem Mythischen – auf Heilung oder neues Leben hoffend, zugleich aber die Fortdauer der Symptome fürchtend. Satoko Ichihara schreibt und inszeniert Werke, in denen (alb)traumartig Mythos und Gegenwart kollidieren – surreale Welten, in denen aus dem Abseitigen der Impuls zur Erneuerung entsteht.

Wohin führt uns der Weg aus der »Inkubation« aktueller und zukünftiger Krisen? Brauchen wir nur neue Ideen – oder müssen wir lernen, neu zu denken? Und was bedeutet das für ein internationales Festival wie »Theater der Welt«?

ENGLISH VERSION
»Incubationism« is the neologism Chiaki Soma has chosen as the title of »Theater der Welt« 2023. The word describes a borderline situation in which the arrival of the future is feared and desired at the same time. The ancient term »incubation« refers to a state of sleep in which the (ill) person comes into contact with the mythical – hoping for healing, but at the same time fearing the persistence of the symptoms. Satoko Ichihara writes and stages works in which myth and the present collide in a dream-like fashion – surreal worlds, where the drive for change arises from that which is cast aside, from the supposedly grotesque. Where does the path out of the »incubation« of current and future crises lead us? Do we just need new ideas – or do we need to learn how to think anew? And what role can the arts, can a festival play when it comes to these questions?

The talk will be held in Japanese and will be simultaneously translated.
Die Veranstaltungsreihe wird ermöglicht durch die BHF BANK Stiftung und die Stadt Frankfurt. Sie wird in Partnerschaft mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung und der Hochschule für Gestaltung, Offenbach durchgeführt.

Kindly supported by Stadt Frankfurt and the BHF BANK Stiftung. A cooperation of Schauspiel Frankfurt with the Institut für Sozialgeschichte and the Hochschule für Gestaltung, Offenbach.