Wladimir und Estragon warten vergeblich – aneinander geklammert und doch fundamental allein. Sie sind gefangen im leeren Raum; zwischen Anfang und Ende, unfähig, sich dem einen oder anderen zuzuwenden. In ihrer clownesken Art vertreiben sich die Protagonisten die Zeit. Alles geschieht in Erwartung des ominösen Godot, der ihnen als Erlösung aus dem unangenehmen Zustand des Wartens gilt. Die endlosen Wiederholungen, aus denen das Leben der beiden besteht, verwischen die Spuren ihrer Erinnerungen bis zu dem Punkt, wo alles ins Wanken gerät und ihnen nichts mehr als gesicherte Erkenntnis erscheint. – Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs waren allgegenwärtig, als Samuel Beckett 1948 sein absurdes Theaterstück schrieb und darin die existenzialistische Frage nach dem Sinn des Seins aufwarf. Robert Borgmann inszeniert Becketts Werk als eine Spurensuche nach dem Godot unserer Tage, die von Ungewissheiten und den Sensationsmeldungen des 24-Stunden-Nachrichtenzyklus bestimmt werden.
Schauspielhaus

Premiere 12. Januar 2019
Termine
Sa 12.01.2019 19.30
Mo 14.01.2019 19.30
Fr 18.01.2019 19.30
Do 24.01.2019 19.30
Fr 25.01.2019 19.30
Do 31.01.2019 19.30
Bühne und Regie
Robert Borgmann

Kostüme
Bettina Werner

Musik
Philipp Weber

Video und Lichtdesign
Carsten Rüger

Dramaturgie
Lukas Schmelmer

Besetzung
Isaak Dentler, Max Mayer, Heiko Raulin, Samuel Simon, Philipp Weber