Inferno

Foto: Stefan Corso
Oper von Lucia Ronchetti
nach »La Divina Commedia« von Dante Alighieri / mit einem Epilog von Tiziano Scarpa
Auftragswerk von Oper und Schauspiel Frankfurt
Bockenheimer Depot
Uraufführung 27. Juni 2021
Konzertante Aufführung
ca. eine Stunde 45 Minuten
Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für »Inferno« über den Webshop der Oper Frankfurt erfolgt.

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 27.06.2021
19.30
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mo. 28.06.2021
19.30
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Do. 01.07.2021
19.30
VVK ab 21.06.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 02.07.2021
19.30
VVK ab 21.06.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 04.07.2021
15.30
VVK ab 21.06.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mo. 05.07.2021
19.30
VVK ab 21.06.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Do. 08.07.2021
19.30
VVK ab 21.06.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 09.07.2021
19.30
VVK ab 21.06.
TEAM
Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
Sprachregie: Marcus Lobbes
Video Art: Robi Voigt
Licht: Marcel Heyde
Dramaturgie: Konrad Kuhn, Ursula Thinnes, Katja Herlemann
BESETZUNG
Jan Jakub Monowid, Matthew Swensen, Sebastian Geyer, Eric Ander (Dantes innere Stimme)
Karolina Makuła (Francesca)
Alexander Kravets (Ulisse)
Alfred Reiter, Sebastian Geyer, Matthew Swensen (Lucifero)
Frank Albrecht (Charon, Ugolino della Gheradesca)
Ralf Drexler (Minos, Brunetto Latini)
Florian Mania (Filippo Argenti, Alessio Interminei)
Andreas Gießer (Calavcante de Calavcanti, Vanni Fucci)
Anna Kubin (Pier delle Vigne)
Julie Grutzka, Johanna Greulich, Ipeleng Kgatle; Hana Holodňáková, Brigitte Ambs, Maria Zibert; Francisco Huerta, Alexander Winn, Florian Bauer; Benjamin Hee, Sunghwan Kim, Jakob Ewert (Vokalensemble)
Liisa Randalu, Eric Schumann, Ken Schumann, Mark Schumann (Schumannquartett)
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
INHALT
Ein Mann am Nullpunkt. Sein Lebensweg hat ihn in die Irre geführt. Da beschließt er, das Jenseits aufzusuchen. Er geht durch die Hölle.
Als Dante Alighieri zu Beginn des 14. Jahrhunderts begann, sein Riesenwerk »Die Göttliche Komödie« niederzuschreiben, war er als Dichter, Politiker und Mensch gescheitert. Aus seiner Heimatstadt Florenz ins Exil vertrieben, erfand er sich neu, indem er sich selbst zum Protagonisten einer Reise durch Hölle, Fegefeuer und Paradies machte. Im ersten Teil, dem »Inferno«, entwickelt er sprachgewaltig Fantasien über die Qualen der Verdammten. Unter ihnen sind ehemalige Weggefährten, mit denen er alte Rechnungen offen hat, aber auch mythische Gestalten wie Francesca da Rimini oder Odysseus. Am Ende seines Höllentrips steht er vor Lucifer, dem gefallenen Engel. Bei Dante bleibt der Höllenfürst sprachlos. In ihrer Oper verleiht Lucia Ronchetti ihm eine Stimme; den Text dazu hat ihr der italienische Autor Tiziano Scarpa geschrieben.

Die Komponistin vereint in ihrem zweisprachig konzipierten Werk Sprech- und Gesangspartien. Der Schauspielrolle des Dante stellt sie ein Vokalquartett gegenüber, das für »Dantes innere Stimme« steht. In suggestiven Klanglandschaften lässt Lucia Ronchetti Dantes Schreckensvisionen lebendig werden und bedient sich dabei einer eigenwilligen Orchestrierung: Ein reines Blechblas-Ensemble und vier Paukisten werden am Ende, im Epilog, durch ein Streichquartett abgelöst. Für ihre Inszenierung nehmen die Regisseure Kay Voges und Marcus Lobbes Bezug auf den 1911 entstandenen, italienischen Stummfilm Inferno, den sie, kontrastierend mit eigenen Filmsequenzen, in die Inszenierung einbeziehen. Dabei wird klar: Die Hölle ist verdammt diesseitig!
In Kooperation mit
Ermöglicht durch den Patronatsverein und die Aventis Foundation.
Der Kompositionsauftrag an Lucia Ronchetti für »Inferno« wurde finanziert durch die Ernst von Siemens Stiftung.
Foto: Stefan Corso