Eine posthumane Geschichte

Foto: Robert Schittko
von Pat To Yan
Deutsche Übersetzung von John Birke
Uraufführung im Rahmen der Frankfurter Positionen
SF DIGITAL
Filmische Uraufführung 08. April 2021
Das Streaming-Angebot ist bis einschließlich 31. Mai 2021 verfügbar.
Die Sprache des Films ist deutsch. Wir bieten außerdem eine Version mit englischen Untertiteln an. (The film is in German. We also offer a version with English subtitles.)
Karten sind auf dieser Seite über den Ticket-Link erhältlich. Wählen Sie den Preis, den Sie zahlen möchten, nach eigenem Ermessen: 5 € (ermäßigt), 10 € (regulär), 20 € (Support-Ticket). Nach Einlösung des Zugangscodes ist der Film 24 Stunden für Sie verfügbar.
TEAM
Bühne und Kostüme: Mai Gogishvili
Musik: Joe Masi
Kamera und Schnitt: Benjamin Lüdtke
Dramaturgie: Julia Weinreich
BESETZUNG
André Meyer (Frank, etwa 30)
Agnes Kammerer (Jane, etwa 30 / Der Mann, der das Geisterkind füttert)
Uwe Zerwer (Anders / Eine Stimme / Bürger)
Christina Geiße (David / Kate, die Hauswirtschafterin / Die weiße Knochenfrau, alterlos)
Jonathan Lutz (Johnny / Sam / Prof. Ebert, um die 70 / Die Ansammlung gequälter Seelen, alterlos / Vorsitzender / Bürger)
Anna Bardavelidze (Priscilla, um die 50 / Nicholas / Sammi, der Pflegeroboter / Ansammlung gequälter Seelen / Sze Yin, um die 80 / Bürgerin)
Vanessa Bärtsch (Ein Mädchen mit einem Baum / Die Ärztin / Bürgerin)
INHALT
Franks Lebensunterhalt für ihn und seine Familie ist gesichert: Vom Bildschirm aus bombardiert er via Drohne andere Länder. Doch ein kantonesischer Fluch liegt über der Geburt seines Sohnes Anders: Er kommt ohne Gesäß zur Welt. Ein Cyberpo bringt die erhoffte Rettung. Dieses hochentwickelte künstliche Gesäß hat nur zur Folge, dass Anders‘ IQ in Hochgeschwindigkeit wächst, Anders selbst hingegen im gleichen Tempo altert. Sei‘s drum – sein Po ist intelligenter, effizienter und schneller als sein Hirn. Kommt er, der Cyborg, bereits aus der Zukunft der menschlichen Evolution? In »Eine posthumane Geschichte« erforscht der Hongkonger Autor Pat To Yan, was »Menschsein« in unserer Zukunft bedeuten könnte. Die filmische Uraufführung findet im Rahmen der Frankfurter Positionen statt und wird am 08. April auf der Webseite des Schauspiel Frankfurt zu sehen sein.

Pat To Yan, der 1975 in Hongkong geboren wurde, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Er studierte Englische Literatur und Soziologie in Hongkong und Szenisches Schreiben in London. Sein Stück »Eine kurze Chronik des künftigen Chinas« war 2016 in der englischen Originalfassung als bislang erster Theatertext aus China zum Berliner Stückemarkt eingeladen. Es ist der erste Teil der Serie »Posthuman Journey«. Im zweiten Teil, »Eine posthumane Geschichte«, der nun am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wird, erforscht der Autor, was »Menschsein« in unserer Zukunft bedeuten könnte.
Im Rahmen der Frankfurter Positionen – eine Initiative der BHF BANK Stiftung.
PRESSESTIMMEN
»Auch unter Nicht-Corona-Bedingungen hätte diese Inszenierung wohl einen beträchtlichen Videoanteil gehabt – wieso sich die Umsetzung als filmische Uraufführung anbot. Was jetzt herausgekommen
ist, ist etwas völlig Eigenes. Kein Film, sondern
eher eine Mischung zwischen Theater und Videokunst. Auf jeden Fall sehenswert.«
AZ Mainz, 13. April 2021
»Jessica Glause hat die kurzen Szenen bravourös inszeniert […] Den Mut der Regisseurin, die alles im Griff hat, kann man nur bewundern.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rhein Main, 10. April 2021
»Das Bühnenbild ist so »clean« wie die Technologie, die Pat To Yan beschreibt. Weiße, skulptural angeordnete Neonröhren bescheinen die Protagonisten. Hologramme tauchen auf. Und wie bei einer Augmented-Reality-Brille werden Informationen eingeblendet.[…] Yans Zukunftsvision ist voller Anspielungen und skurrilem Galgenhumor. […] Ein scharfer Blick für die Heuchelei und Ungerechtigkeiten der Digitalmoderne haben Yan zu einem der gefragtesten Theaterautoren Asiens werden lassen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. April 2021
»Mai Goshvilis Ausstattung, die kühlen Metropolis-Chic mit fernöstlichem Pop kreuzt, verhilft den sechs Schauspielern in ihren 17 unterschiedlichen Rollen zu farbintensiver Wandelbarkeit.«
Frankfurter Neue Presse, 28. April 2021
Foto: Robert Schittko
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