Spielzeit-Schwerpunkt

(Bühnen) Besetzungen

Symposium nach »Der Müll, die Stadt und der Tod«
Foto: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM S7Z Nr. 1985-00585), Klaus Meier-Ude
Kammerspiele
25. April 2021

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 25.04.2021
10.00–18.00
Die Veranstaltung findet pandemiebedingt ohne Live-Publikum statt und wird aus dem Schauspiel Frankfurt übertragen. Der Zugang zum Stream ist kostenlos.
INHALT
Im Oktober 1985 besetzten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt die Bühne der Kammer- spiele, um die Premiere der Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders Stück »Der Müll, die Stadt und der Tod«
zu verhindern. Die Bühnenbesetzung und die Verhinderung der Inszenierung stellten eine Form der Selbstermächtigung dar, mit der sich die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik erstmals öffentlich Gehör verschaffte. Vierzig Jahre nach Kriegsende drang damit eine Erfahrung in den gesellschaftlichen Diskurs ein, die später als »Opferperspektive« bezeichnet wurde. Im Rahmen des Symposiums nehmen Zeitzeug:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen eine Neubewertung dieses historischen Aktes zivilen Ungehorsams aus heutiger Perspektive vor. Dabei werden die jüdische Nachkriegsgeschichte Frankfurts und die Möglichkeiten und Grenzen der spezifischen Öffentlichkeit des Theaters reflektiert sowie performative Strategien des Empowerments von Minderheiten im Kontext einer zeitgenössischen ästhetischen Repräsentationspolitik untersucht.

Programm (Bühnen)Besetzungen

Das vollständige Programm stellen wir Ihnen an dieser Stelle zeitnah zum Download bereit.

Zusatzprogramm

Das Symposium wird um verschiedene Zusatzangebote ergänzt:

Eine Kooperation von Schauspiel Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt, Fritz Bauer Institut und der Theaterwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Die Veranstaltung wird unterstützt von der Hessische Theaterakademie.
Foto: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM S7Z Nr. 1985-00585), Klaus Meier-Ude