ERINNERN FÜR JETZT UND DIE ZUKUNFT

Ein Abend von Oper und Schauspiel Frankfurt mit Musik und Texten in der Paulskirche
Paulskirche
5 Euro Einheitspreis, freie Platzwahl, eine Personalisierung der Tickets ist erforderlich, Einlass nur mit gültigem Lichtbildausweis
BESETZUNG
Barbara Bišický-Ehrlich, Nuran David Calis, Michel Friedman, Tanja Merlin Graf, Sarah Grunert, Omer Klein, Wolfram Koch, Meron Mendel, Christoph Pütthoff, Edgar Selge, Cameron Shahbazi, Alla Vasilevitsky, u. a.
BETEILIGTE INSTITUTIONEN
Oper Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester und hr-Bigband, Kronberg Academy, u. a.
INHALT
Gemeinsam mit zahlreichen Künstler:innen und Partner:innen begehen die Städtischen Bühnen den diesjährigen Holocaust-Gedenktag. Der Abend mit Musik und Texten in der Paulskirche erinnert an die Verbrechen der Nationalsozialist:innen, die Millionen von Menschen, die anders dachten, glaubten, liebten oder deren Leben als nicht lebenswert galt, ermordeten.

Erinnern stiftet Zukunft, erinnern bedeutet, auf Basis der Geschichte neue Identitäten zu finden. Erinnern bedeutet, sich allem entgegenzustellen, was die Würde des Menschen antastbar zu machen versucht. Kunst kann dabei helfen, die Erinnerung aus der Ferne direkt ins Jetzt zu holen, indem sie uns nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herz erreicht. Dieser Abend ist ein Aufruf, sich Hass und Hetze, Antisemitismus und Rassismus entgegenzustellen. Gegen das Vergessen, für ein solidarisches Miteinander. Ein Miteinander, das die Basis für eine offene Gesellschaft bildet.

Spuren der Vergangenheit sind der Paulskirche eingeschrieben: Die Wiege der Demokratie, das erste Parlament, aber auch der Ort diverser wichtiger Reden, die nicht nur für, sondern auch wider das Erinnern gesprochen haben. An diesem Abend gehört der Raum den vielen Stimmen, die ihn zu einem klingenden Mahnmal für Demokratie, Toleranz und Freiheit werden lassen.

Dass Erinnern weiterhin sinnhaft ist, zeigen bedauerlicherweise die jüngsten Entwicklungen hinsichtlich Antisemitismus und Rassismus hier bei uns in Deutschland, auch in Frankfurt, mitten unter uns. Erinnern kann Brücken bauen ins Jetzt und die Zukunft.