Eine posthumane Geschichte

von Pat To Yan
Uraufführung im Rahmen der Frankfurter Positionen
Kammerspiele
Uraufführung 06. Februar 2020
Die Uraufführung wird verschoben.
TEAM
Bühne und Kostüme: Mai Gogishvili
Musik: Joe Masi
Dramaturgie: Julia Weinreich
BESETZUNG
André Meyer (Frank, 30 / Prof. Ebert, 70)
Agnes Kammerer (Jane, 30 / Mann, der das Geisterkind füttert / Bürgerin)
Uwe Zerwer (Anders / Eine Stimme / Bürger)
Christina Geiße (David / Kate, Hauswirtschafterin / Ärztin / Knochenfrau)
Jonathan Lutz (Johnny / Sam / Sammi, der Pflegeroboter / gequälte Seelen / Vorsitzender / Bürger)
Anna Bardavelidze (Priscilla / Nicholas / gequälte Seelen / Sze Yin, 80 / Bürgerin)
Vanessa Bärtsch (Mädchen mit Baum, 21)
INHALT
Als Gamer ist Frank unschlagbar. Und weil er einer der Besten ist, wird er vom Militär als Soldat angeheuert. Er soll via Drohne andere Länder bombardieren. Frank stimmt dem lukrativen Angebot kurzerhand zu; bequemerweise lässt sich der neue Job aus dem Homeoffice erledigen. Seiner Familienplanung steht nichts mehr im Weg. Über der Geburt seines Sohnes Anders liegt allerdings ein Kantonesischer Fluch: Er kommt ohne Gesäß zur Welt. Die medizinische Errungenschaft eines Cyberpopos bringt die erhoffte Rettung. Was keiner ahnen konnte: Sein Gesäß arbeitet wie ein zweites, optimiertes, hochdigitalisiertes Hirn und hat zur Folge, dass Anders‘ IQ in Hochgeschwindigkeit wächst wie er im gleichen Tempo altert. Sei‘s drum – sein Po ist intelligenter, effizienter und schneller als sein Hirn. Kommt er, der Cyborg, bereits aus der Zukunft der menschlichen Evolution?
Pat To Yan, der 1975 in Hongkong geboren wurde, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Er studierte Englische Literatur und Soziologie in Hongkong und Szenisches Schreiben in London. Sein Stück »Eine kurze Chronik des künftigen Chinas« war 2016 in der englischen Originalfassung als bislang erster Theatertext aus China zum Berliner Stückemarkt eingeladen. Es ist der erste Teil der Serie »Posthuman Journey«. Im zweiten Teil, »Eine posthumane Geschichte«, der nun am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wird, erforscht der Autor, was »Menschsein« in unserer Zukunft bedeuten könnte.
Im Rahmen der Frankfurter Positionen – eine Initiative der BHF BANK Stiftung.