Spielzeit-Schwerpunkt

(Bühnen) Besetzungen

Symposium nach »Der Müll, die Stadt und der Tod«
Foto: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM S7Z Nr. 1985-00585), Klaus Meier-Ude
Kammerspiele
25. April 2021
Die Veranstaltung findet pandemiebedingt ohne Live-Publikum statt und wird aus den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt übertragen. Die Veranstaltung ist über den Videoplayer auf dieser Seite oder direkt auf unserem YouTube-Kanal zu sehen. Der Zugang zum Stream ist kostenlos.

Programm (Bühnen)Besetzungen

Das vollständige Programm können Sie über den unterstehenden Link als PDF herunterladen.

Zusatzprogramm

Das Symposium wird um verschiedene Zusatzangebote ergänzt:

INHALT
Im Oktober 1985 besetzten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt die Bühne der Kammer- spiele, um die Premiere der Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders Stück »Der Müll, die Stadt und der Tod«
zu verhindern. Die Bühnenbesetzung und die Verhinderung der Inszenierung stellten eine Form der Selbstermächtigung dar, mit der sich die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik erstmals öffentlich Gehör verschaffte. Vierzig Jahre nach Kriegsende drang damit eine Erfahrung in den gesellschaftlichen Diskurs ein, die später als »Opferperspektive« bezeichnet wurde. Im Rahmen des Symposiums nehmen Zeitzeug:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen eine Neubewertung dieses historischen Aktes zivilen Ungehorsams aus heutiger Perspektive vor. Dabei werden die jüdische Nachkriegsgeschichte Frankfurts und die Möglichkeiten und Grenzen der spezifischen Öffentlichkeit des Theaters reflektiert sowie performative Strategien des Empowerments von Minderheiten im Kontext einer zeitgenössischen ästhetischen Repräsentationspolitik untersucht.
Eine Kooperation von Schauspiel Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt, Fritz Bauer Institut und der Theaterwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Die Veranstaltung wird unterstützt von der Hessische Theaterakademie.
PRESSESTIMMEN
»Die Aktionen eröffneten den Raum für jüdische Teilhabe und Sichtbarkeit im politischen Aktivismus und überwanden Widerstände. Sie irritieren das Bild einer schweigenden und isolierten jüdischen Gemeinschaft.«
Journal Frankfurt, Mai Ausgabe 2021
»Ein vielfältiges und unglaublich aktuelles Programm«
hr2 Frühkritik, 26. April 2021
Foto: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM S7Z Nr. 1985-00585), Klaus Meier-Ude
LIVESTREAM