Aktion »Das goldene Tuch«

Spendenaktion für die Ukraine

Das Schauspiel Frankfurt hat am 25. März 2022 die Spendenaktion »Das goldene Tuch« ins Leben gerufen. Einen Monat lang haben wir nach den Vorstellungen Spenden für den Verein Oboz e.V. gesammelt, der gezielt Hilfe für die ukrainischen Krankenhäuser leistet. Mit der großzügigen Unterstützung unseres Publikums konnten wir rund 40.000 Euro sammeln und an den Verein übergeben, der davon gebrauchte Rettungswagen in Deutschland aufkaufen und in die Ukraine überführen wird.

Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Hilfe!

Aufgrund des großen Erfolgs möchten wir die Spendenaktion weiterführen und den Empfängerverein wechseln: Ab dem 02. Mai sammeln wir Geld für FATRA e.V.
Der 1994 in Frankfurt gegründete und hier ansässige Verein bietet psychosoziale Beratungsgespräche für traumatisierte Geflüchtete an. Er vermittelt erwachsene Betroffene, aber auch traumatisierte Kinder und Jugendliche weiter an spezialisierte Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen und andere Fachärzt:innen, unterstützt und begleitet während der Asylprozesse und hilft bei Behördenkontakten.
Der Verein entwickelt aktuell ein spezielles Angebot für Geflüchtete aus der Ukraine zusammen mit qualifizierten Sprachmittler:innen. Er wird die Geflüchteten aktiv in Unterkünften und an weiteren Orten aufsuchen, an denen Hilfe fehlt.

So können Sie helfen

Um den Verein zu unterstützen, werden sich auch in den nächsten Wochen wieder Mitglieder unseres Ensembles nach den Vorstellungen mit goldenen Tüchern in den Foyers aufstellen. Wir freuen uns über jede Geldspende, sei sie groß oder klein, die Sie in die Tücher werfen möchten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Für den Frieden: Solidarität mit der Ukraine

Der Angriffskrieg des Putin-Regimes gegen die Ukraine markiert eine Zeitenwende. Die »europäische Friedensordnung« der Nachkriegszeit wurde seit 1945 bereits mehrfach von Kriegen in Europa beschädigt, darunter der Balkankrieg, der Krieg in Georgien und die Annexion der Krim. Nun liegt sie gänzlich am Boden.
In Zeiten wie diesen gilt unser erster Gedanke der Solidarität mit den Opfern und Schutzsuchenden. Unter Beschuss stehen Menschen, und die Worte versagen angesichts der Schrecken des Krieges.
Attackiert werden aber auch Ideen und Werte. Die Bombardierung des Donezker Regionalen Dramatheaters in Mariupol steht symbolhaft für einen Bruch mit dem kulturellen und humanitären Erbe, auf dessen Boden wir leben wollen.
Diese Werte werden wir verteidigen. Wo andere Krieg führen, werden wir weiter an den Frieden glauben. Wo andere Unfreiheit, Angst und Hass verbreiten, werden wir weiter an die Macht der Freiheit, den Mut zur Debatte und die Schönheit einer vielfältigen Kultur glauben. Und wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen – in der Ukraine, aber auch in Russland – die jetzt für diese Werte kämpfen müssen.
Ein Europa in Frieden ist möglich. Wir werden gemeinsam von vorne beginnen.