Der Meister und Margarita

Foto: Arno Declair
nach Michail Bulgakow
Schauspielhaus
Premiere 21. Februar 2026
ca. 3 Stunden, eine Pause

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Do. 26.02.2026
19.00–22.00
Einführung 18.30
THEATERTAG! ALLE PLÄTZE 14/9 €
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Do. 05.03.2026
19.00–22.00
Einführung 18.30
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 06.03.2026
19.00–22.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mo. 09.03.2026
19.00–22.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 13.03.2026
19.00–22.00
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 29.03.2026
16.00–19.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mo. 30.03.2026
19.00–22.00
Einführung 18.30
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 17.04.2026
19.00–22.00
Einführung 18.30
VORVERKAUF AB 10. MÄRZ
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mi. 29.04.2026
19.00–22.00
Einführung 18.30
VORVERKAUF AB 10. MÄRZ
TEAM
Bühne: Oleg Golovko
Koordinator/Dolmetscher: Rustam Akhmedshin
BESETZUNG
Manja Kuhl (Ermittlerin 1)
Wolfgang Vogler (Ermittler 2)
Stefan Graf (Ermittler 3)
Christoph Bornmüller (Iwan Bezdomnij)
-
André Meyer (Generaldirektor vom Varieté-Theater Stepan Likhodejew, Bühnentechniker im Varieté-Theater, Zivilfahnder)
Christina Geiße (Nachbarin von Annuschka, Zuschauerin im Varieté-Theater, Haushälterin der Nachbarn des Literaturkritikers Latunskij)
Eva Maria Nikolaus (Zuschauerin im Varieté-Theater, Annuschka)
Heidi Ecks (Krankenpflegerin Praskowia Fjodorowna, Zuschauerin im Varieté-Theater)
Isaak Dentler (Poet, Chefadministrator vom Varieté-Theater Iwan Warenukha, Spitzel, Zivilfahnder)
Matthias Redlhammer (Finanzdirektor vom Varieté-Theater Grigorij Rimskij, Wachmeister in der Finanzverwaltung, Ehemann von Margarita, Oberkomissar des NKWD)
Michael Schütz (Chefbuchhalter vom Varieté-Theater, Nachbar von Margarita)
Rokhi Müller (Kioskverkäuferin am Patriarchenteich, Zuschauerin im Varieté-Theater, Nachbarin von Aloisij Mogarytsch)
Uwe Zerwer (Professor Strawinskij, Milizionär aus Jalta, Zuschauer im Varieté-Theater, Zivilfahnder)
Sebastian Reiß (Direktor des Restaurants im Haus der Literaten, Hausvorstand im Haus Sadowaja 302b, Zuschauer im Varieté-Theater, Schriftsteller Aloisij Mogarytsch)
Jonathan Bubenzer / Albert Florian Majoros (Mitja)
INHALT
Eine Schneise der Zerstörung zieht sich durch Moskau. Menschen werden verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht. Doch daneben geht all das weiter seinen Gang, was man gemeinhin das »normale Leben« nennt: Die Trams fahren, die Läden sind geöffnet, man geht ins Theater, macht Geschäfte, spinnt Intrigen. Im Zentrum des Geschehens steht ein unheimlicher Fremder – ein Deutscher? Pole? Engländer? – dem eine Entourage skurriler Gestalten folgt. Wer ist Woland wirklich, der sich »Professor für schwarze Magie« oder einfach nur bescheiden »Berater« nennt? Ist das Böse, das von ihm auszugehen scheint, wirklich sein eigenes Werk? Oder verleiht er nur der diffusen Gewalt, die er überall vorfindet, eine jeweils überraschend neue, scharfe und brutale Form? Repression, die sich zur neuen Normalität erklärt, verbreitet nicht nur Schrecken, sondern auch eine unfreiwillige, makabre Komik: Die neue Welt ist eine Farce, wenngleich eine blutige.

Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Adaption von Bulgakows Weltroman das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Aus der Perspektive einer forensischen Rekonstruktion legt er die Mechanismen heutiger totalitärer Herrschaft frei.
PRESSESTIMMEN
»Er [Regisseur Timofej Kuljabin] hat die Perspektive auf das Stück radikal verändert […], das ist geradezu genial. […] Es ist ein großer Theaterabend. Man kann wirklich sehr viele Facetten erleben. […] Humor, Tragik und Verzweiflung liegen oft sehr eng aneinander, mal feiner, mal expliziter. Ich habe mich auch sehr über die Schauspieler gefreut. Ein tolles Ensemble. […] Es war erkenntnisreich, auf eigene besondere Art unterhaltsam, spannend und auch berührend.«
hr2-Frühkritik, 24. Februar 2026
»Er [der Abend] ist auf großer Bühne ein intimes Kammerspiel. Die Schauspieler […] können sich zeigen, und sie zeigen sich. Das sieht lässig aus, aber das sitzt. […] Schöner kann Theater nicht sein. […] Die Aufregung lediglich in den Erinnerungen der Figuren zu spiegeln, funktioniert aber nur, weil so inniglich gespielt wird. Und die Bühne so gescheit eingerichtet wurde. […] Frisuren und Barttrachten sind so fantastisch, dass man manchen vertrauten Schauspieler erst an der Stimme erkennt.«
Frankfurter Rundschau, 23. Februar 2026
»Sein ungewöhnlicher Zugriff am Schauspiel Frankfurt erweist sich insofern als Theaterglücksfall, als Kuljabin sich alle Zeit der Welt nimmt – insgesamt drei Stunden –, um eine fein ziselierte Sozialstudie aller Schichten der stalinistischen Gesellschaft zur Zeit des „Großen Terrors“ zu entfalten. […] Im Ergebnis ist das mehrfach besetzte Ensemble, das innerhalb von Sekundenbruchteilen raffinierteste Charakterumrisse zu zeichnen vermag, selten so feinnervig und satirisch zu erleben gewesen. […] Furchterregend wirkt aber vor allem die Fallbeil-Bühne Oleg Golovkos mit ihren fünf dunklen Toren, durch die sich blitzschnell Verhörräume wechseln lassen.«
Frankfurter Neue Presse, 23. Februar 2026
»Es ist ein optischer Genuss. […] Und so wie hier mischen sich an diesem Abend Witz und Tiefe, Groteskes und Absurdes, Menschliches und Allzumenschliches in dichter Folge. Diese Inszenierung vermittelt eine Idee davon, welchen enormen Kosmos Michael Bulgakow mit seinem modernen Klassiker geschaffen hat.«
Gießener Anzeiger, 24. Februar 2026
»Oleg Golovkos Bühne, auf der die Zeugen vernommen werden, ist ebenso beeindruckend wie beklemmend.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Februar 2026
»Bedrohlicher ist schon Oleg Golovkos schön aufgeräumte Bühne, ein grauer Breitwandautomat mit fünf Fallbeilen ähnelnden schwarzen Toren, aus denen die unterschiedlichen Verhörschauplätze heraus- und wieder zurückgefahren werden. […] die retrospektive Grundidee ist reizvoll und das Ensemble durchweg sehenswert.«
nachtkritik.de, 22. Februar 2026
»Das Stück könnte nicht aktueller sein. […] Herausragend dabei insgesamt die schauspielerische Leistung der Beteiligten. […] Der Bühnenraum mit raffinierter Schiebebühne und wechselnden Szenarien ist zweigeteilt und somit so doppelbödig angelegt wie das Bewusstsein eines Schizophrenen, was eine große Bedrohlichkeit ausstrahlt – ein kluger Einfall des Bühnenbildners Oleg Golovko, bestens von Marcel Heyde ins Licht und vom destabilisierenden Sounddesign von Timofey Pastukhov in Szene gesetzt. […] Absolut sehenswert!«
feuilletonfrankfurt.de, 23. Februar 2026
»Timofej Kuljabin gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, selbst wie ein Ermittler immer tiefer in den Fall einzusteigen. […] Die Chance, sich groß zu präsentieren, nutzt Christoph Bornmüller als den in einer Irrenanstalt einsitzenden Dichter Iwan Bezdomnij. Dessen innere Zerrissenheit gibt er mit großer Authentizität wieder.«
kulturfreak.de, 22. Februar 2026
Foto: Arno Declair
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