LOCAL PLAYERS 2026

Theatertreffen der Spielclubs und Bürger:innen-Ensembles im Rhein-Main-Gebiet

Vom 11. – 13. Juni 2026 am Schauspiel Frankfurt

Im Rahmen der Biennale treffen sich bereits zum vierten Mal partizipative Ensembles des Staatstheater Mainz, des Hessischen Staatstheater Wiesbaden, des Staatstheater Darmstadt, des Theaters Rüsselsheim und des Schauspiel Frankfurt. Sie präsentieren ganz unterschiedliche Produktionen und geben mit Werkschauen Einblick in ihre Arbeit. Darüber hinaus gibt es für die Teilnehmenden viel Gelegenheit zum Austausch

Am 14. Juni 2026 am Staatstheater Darmstadt, wo 2028 das nächste LOCAL PLAYERS stattfindet!

LOCAL PLAYERS 2026 wird unterstützt durch den RMV.

ALLE BEITRÄGE

Donnerstag, 11. Juni

PRESSURE
Tanzclub Mainz

ab 14 Jahren

Druck prägt den Alltag vieler junger Menschen. In diesem Projekt erforschen 17 Jugendliche durch Tanz, Klang und Bild, welche Auswirkungen Zeit-, Leistungs- und gesellschaftlicher Druck auf ihr Leben hat und wie er im Körper spürbar ist.
Durch diese persönliche, aber auch kollektive Auseinandersetzung mit dem Thema Druck entstehen eigene Choreografien und individuelle Ausdrucksformen. Ist Druck ausschließlich negativ? Oder kann er auch verbinden und einen Raum schaffen, in dem junge Menschen sich gegenseitig tragen?

Gefördert durch »Zur Bühne« das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung«.

Leitung: Ronja Eick und Fanni Schack
Musik: Philipp Schack
Video und Sound: Nicolas Gebbe


Von und mit: Alaq Almusleh, Aline Lampertsdörfer, Ava Halfmann, Can-Luca Wycisk, Daisy Sciuto Grase, Farah Inana Sing, Karina Hüttl, Kiara Zöbel, Kris Kapplerova, Luisa Thomann, Natalia Zlatareva, Sarah Spudik, Sophia Gladun, Svea Hungerbühler, Tonia (Antonia) Fokin, Vladislava Poverzhuk
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FARM DER TIERE
JUST Wiesbaden

ab 14 Jahren

Nach dem Märchen von George Orwell

Endlich wird der grausame Farmer Jones von seinen Tieren vertrieben. Die Tiere schaffen neue Regeln und eine Gemeinschaft: Die Farm der Tiere. Doch bald zeigt sich: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“ Die Vision einer freien Gesellschaft scheitert. Doch wie könnte eine neue, gerechte Gemeinschaft aussehen? Welche Ideale, Regeln und Werte wären entscheidend?

Unter der Regie von Emel Aydoğdu arbeiten seit November zwölf Expert:innen des Alltags aus Wiesbaden und Umgebung an George Orwells Text und schaffen, unter Einbeziehung biographischer und musikalischer Elemente, eine ganz eigene Theaterinterpretation des Klassikers über Gleichheit, Macht und Ohnmacht.

Ein partizipatives Musik- und Theaterprojekt mit Menschen aus Wiesbaden und Umgebung

Inszenierung: Emel Aydoğdu
Ausstattung: Eva Lochner
Musikalische Leitung: Öğünç Kardelen
Dramaturgie | Vermittlung: Oliver Riedmüller
Kostümassistenz: Annika Kuchnowski

Mit: Jule Bänsch, Fiona Beyermann, Václav Cimický, Étienne Fitek, Frank Höhn, Lennart Kalkhof, Shawnté Danisha Schlüter, Juliane Schmidt, Finja Sieger, Svenja Schwerdt, Bettina Stern, Anette Villnow
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Freitag, 12. Juni

WO DIE MAGNOLIEN URLAUB MACHEN
Präsentation des Theaterclubs des Staatstheater Wiesbaden

ab 15 Jahren

Die diesjährige Inszenierung des Theaterclubs, »How to make Drama« entführt uns an Orte im Drinnen und Draußen, im Hier und Jetzt, im Da und Dort.
Überall dahin, wo die Magnolien Urlaub machen.
Folgen Sie den Gedanken dieses Jungen Ensembles in eine Welt voller Blütenrausch und Blattverlust.

Inszenierung: Evi Rohde, Jan-Emanuel Pielow
Projektleitung: Luisa Schumacher


Mit: Spieler*innen des Theaterclubs der Spielzeit 2025.2026
NAHAUFNAHMEN (UA)
Junges Schauspiel Frankfurt

ab 14 Jahren

Heldinnen des Alltags und Wesen mit überirdischen Kräften haben etwas gemeinsam: Sie wollen und müssen Außergewöhnliches schaffen. Sie erkunden unbekanntes Terrain, entdecken alte Weisheiten, begegnen unbekannten Geschöpfen und stellen sich Bedrohungen.

Die Ausstellung »SHEROES. Comic Art from Africa« im Weltkulturen Museum Frankfurt gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer bringt mit ihren Comics ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen Zukunftsbilder, erzählen von (vorkolonialer) Geschichte, greifen auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und sprechen soziale und ökologische Herausforderungen an. »SHEROES« inspirieren ein jugendliches Performance-Ensemble in der Ausstellung zu eigenen Nahaufnahmen aktueller Umbrüche: Was nehmen wir mit in eine bessere Zukunft? Was bleibt zurück? Was wäre, wenn wir feststellen, dass die Wirklichkeit wirklich veränderbar ist?

Eine Kooperation des Weltkulturen Museum und des Schauspiel Frankfurt.

Konzept und Regie: Martina Droste, Anina Engelhardt
Konzept & Dramaturgie: Stephanie Endter
Dramaturgische Mitarbeit: Leonie Männich
Kostüme: Mona Hamann, Tina Schneiderat
Musik: Max Mahlert
Chorleitung: Christina Lutz
Choreografie: Jungyeon Kim

Von und Mit: Anthea Bode, Raha Ebrahimi, Gabi Lazarek, Lenz Leuenroth, Maximilian Münch, Zainab Taleb
MORALISCH FLEXIBEL
Spielclub Staatstheater Mainz

ab 16 Jahren

Wären wir nicht alle gerne moralischer? Wer würde sich denn nicht immer auf den berühmten „moralischen Kompass“ verlassen können? Doch oft kommt die Moral zu kurz: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ – so heißt es bereits in der Dreigroschenoper. Junge Menschen aus Mainz haben sich mit der Frage beschäftigt: Was tun gegen die Krisen der Welt? Sich im Aktivismus verwirklichen oder die neue KI-Technologie als Schutzraum nutzen?


Leitung: Simon Fuchs, Anna Stoß
Mitarbeit Sound-Design / Video: Axel Heintzenberg
Mitarbeit Ausstattung: José Miguel Hernández Labrot, Fernanda Jardí
Regieassistenz: Liz Weimer

Mit: Esad Ak, Jessica Balz, Hannah Bittcher, Annika Bittner, Nico Brunnhuber, Jasmin Dwira, Stella Gabriel, Chiara Gallo, Hanna Heidkamp, Benjamin Hentschel, Merle Kellner, Nikol Krasteva, Miriam Krusche, Carla Laermann, Mara Maier, Maximilian Rader, Gregor Schmölzer, Manuela Werthmann, Lucia Wolf

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Samstag, 13. Juni

Frühlings ERWACHEN!
Junges Ensemble am Theater Rüsselsheim

ab 15 Jahren

Unsicherheit, Provokationen, Druck, Gewalt, Verzweiflung, die erste Liebe – alles neu, alles viel zu viel. Alt genug, um zu verstehen, was passiert und doch zu jung, um einen Umgang damit zu finden... Da ist sie also: die Pubertät!

Melchior, Moritz, Wendla und ihre engsten Freundinnen suchen nach Halt und Aufklärung. Die Erwartungen der Eltern bestimmen ihr Leben. Die eigentlich so klare Zukunft von Moritz gerät ins Wanken, weil seine Versetzung gefährdet ist. Um die Mutter nicht zu enttäuschen, lernt er bis zur totalen Erschöpfung. Doch alles macht ihm Angst und dann ist da auch noch die plötzliche Verwirrung durch Mädchen. Seinen engen Freund Melchior erreicht er mit seinem Kummer kaum, denn dieser beginnt mit Wendla die Geheimnisse der Liebe zu entdecken. Auf der Suche nach einem kurzen Moment der Stille und des Glücks betäuben sich die Jugendlichen mit Alkohol und anderen Substanzen. Der Wunsch auszubrechen wächst bei allen mit jedem Tag.
Das Junge Ensemble am Theater Rüsselsheim spielt Nuran David Calis‘ Neuauflage von Frank Wedekinds 1891 erschienenem Drama.


Regie: Klaus Köhler (Staatstheater Mainz).


Mit:
Sonja Saul (Wendla), Mona Karthikeyan (Ilse), Ava Zoë D'Ambrosio (Martha), Benedikt Nikolaus Brehm (Melchior), Kiron Westphal (Moritz), Kadhiga El-Ghannam (Mathilde), Nelly Marie Stallknecht (Charlotte), Luna Frankenberg (Mama Bergmann), Lucia Catarina Gauss (Mama Stiefel)

Sensible Inhalte:
An diesem Abend werden Themen wie Häusliche Gewalt, Suizid und ungewollte Schwangerschaft in der Jugend behandelt. Wenn Sie diese Themen beschäftigen oder beängstigen, empfehlen wir Ihnen, das Stück mit vertrauten Personen zu schauen.
PARADIESVÖGEL (UA)
Junges Schauspiel Frankfurt

ab 15 Jahren

Das Leben fängt gerade erst so richtig an und multiple Krisenlandschaften verstellen schon die Sicht auf die Zukunft? Zugleich steigen die Anforderungen, um beim Fortschritt vorn dabei zu sein. Ein elfköpfiges Ensemble des Jungen Schauspiels zwischen 15 und 22 Jahren mit ganz verschiedenen Fähigkeiten und Einschränkungen untersucht öffentlich und performativ die eigenen Perspektiven inmitten eines Paradieses.
Schonungslos beschreiben sie Versuche der Selbstoptimierung, verbissener Kämpfe darum, trotz aller wachsenden Bedrohungen für Natur, Menschenrechte und demokratische Ordnungen für sich selbst eine glänzende Zukunft zu behaupten – Kollateralschäden inbegriffen: Einsamkeit, Schlaflosigkeit, Social Media Berauschung, Essstörungen, Selbstverletzungen gehören einfach dazu – oder? Informationen zur Weltlage werden wegen Unaushaltbarkeit verweigert.
Wie geht Trauern um eine »verlorene« Zukunft in einer auf Fortschritt und Gewinn ausgerichteten Gesellschaft? In Klangräumen für vielfältige Gefühle und mit dem Mut zu persönlichen Erzählungen entstehen grundsätzliche Fragen zu Lebenswillen, Wut, Haltungen und Orientierungen. Ist Moral flexibel?
Das junge Ensemble beschließt: »Weiter so« ist kein Konzept, Aufgeben keine Option und machen sich auf Umwege. – In eine paradiesische Zukunft?

Konzept und Regie: Martina Droste
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Musik: Max Mahlert
Chorische Einstudierung: Christina Lutz
Licht: Valentin Wittig

Von und mit: Mohamed Abdulasis, Sarah Amin, Davina Dauda, Tom Dieu, Lux Guttmann, Livia Jarnagin, Loki Kadau, Henri Köhlinger, Adam Maslouhi, Yevheniia Posmitieva, Mathea Pott
TICKETS

Sonntag, 14. Juni

LOCAL PLAYERS ON THE MOVE!
LOCAL PLAYERS ON THE MOVE!
Präsentationen im Staatstheater Darmstadt
DIE STADT IN MIR
Staatstheater Darmstadt

Ein theatraler Spaziergang durch Kranichstein mit nicht-professionelle Darsteller:innen
Eine Gruppe von jungen Frauen* geht gemeinsam Fragen um das Thema Identität nach: Wer bin ich? Wer will ich sein? Wie ist der Weg, der mich dahinführt? Aus dieser Suche entsteht ein theatraler Spaziergang durch die Straßen Kranichsteins. Szenen, Stimmen und Begegnungen tauchen entlang des Weges auf und machen Identität zu etwas Erlebbarem, das auch bewegt, verändert und neu entdeckt werden will.
In diesem Kontext fungiert die Stadt als Metapher für innere Prozesse und Gefühle. Architektur, Wege, Orte und Räume werden nicht nur als Hintergrund für szenische Szenen genutzt, sondern als symbolische Landschaft, in der sich emotionale Erfahrungen widerspiegeln. Stadt und Architektur tragen Bedeutung: Sie können offen, eng, verwoben oder zerteilt, klar oder unübersichtlich wirken – und damit einen Zugang zum Inneren schaffen. Die Stadt selbst wird so zum gefühlsmäßigen Raum, der innere Zustände wie Unsicherheit, Stärke, Orientierungslosigkeit oder Mut sichtbar macht.


Regie: Mauricio Schwab Veloso
Dramaturgie: Rebekka König
Ausstattung: Kati Stubbe
Choreographie: Kalú Yáñez
Produktionsleitung und Theaterpädagogik: Kristina Werner
UNART: » ... And Everything Dazwischen« und »Tatütata!«
» ... And Everything Dazwischen«
»Kein Mensch darf entscheiden, was Kunst erzählt, weil Kunst ganz alleine für sich spricht.«
Was passiert, wenn wir Kunst als Ausdruck von Gefühlen und Gedanken verlieren?
Was passiert, wenn wir mit wachsender Verantwortung vergessen, wie sich Kindsein anfühlt? Was passiert, wenn man seine Identität nicht mit der Realität verbinden kann?
In » ... and everything dazwischen« zeigen drei Jugendliche in einer mehrschichtigen Performance, wie Kunst ihr Leben verändert. Sie schaffen einen Raum, in dem man sich nicht nur mit dem beschäftigen kann, was in der Kunst beabsichtigt wird, sondern mit dem, was es auslöst. Fragen, Antworten and everything dazwischen.

Mit: Aeneva Newton, Krishnadev Biju, İlayda Yılmaz
Coaching: Aslı Özdemir

Zusätzliche Unterstützung vom Mehrgenerationenhaus Gallus Frankfurt am Main und das Gallus Zentrum Frankfurt am Main


»Tatütata!«
Großstadtlärm. Verkehrsmittel rasen durch die Gegend. Nachrichten drücken uns nieder. Eltern streiten sich wieder. Menschenstimmen sprechen aufeinander, ineinander, umeinander.
Einfach nur noch Reiszüberflutung pur.
Was macht das, was wir von Außen erfahren, mit uns im Inneren? Wie viel können wir ertragen? Wie lange haben wir bereits ertragen?
Wir versuchen die Grenzen auszuloten, wollen uns selber verstehen lernen, versuchen herauszufinden, was passiert, wenn all der Lärm ganz auf einmal verschwindet.
Was macht diese Stille dann mit uns? Wirkt Stille immer erleichternd oder wirkt sie vielleicht sogar gefährlich in der Tiefe ihrer Ungewissheit?

Mit: Jeny Ho, Kayleigh Hornbostel, Constantin Klee
Coaching: Milena Wichert

UNART, der Jugendwettbewerb für multimediale Performances, ist eine Initiative der ODDO BHF STIFTUNG
DIE NASHÖRNER
Von Eugène Ionesco

Bürger*innen Ensemble Darmstadt

Ab 14 Jahren

An einem sonnigen Sonntagvormittag galoppiert ein Nashorn durch die Straßen eines kleinen Dorfes. Die Bevölkerung ist empört. »So etwas hat es noch nie gegeben!« Am nächsten Tag sind es bereits fünf, dann zwanzig – bis sich schließlich die gesamte Bevölkerung in Nashörner verwandelt. Mit dieser surrealen Parabel stellt Ionesco uns vor die Frage, wie wir mit gesellschaftlichen Veränderungen umgehen, die uns falsch erscheinen. Sind wir bereit, Widerstand zu leisten?

Regie: Mauricio Schwab Veloso

BETELIGTE THEATER