Zirkus Kafka (UA)
Kammerspiele
Premiere 22. Mai 2026
ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Termine
Mo. 08.06.2026
20.00–21.15
Einführung 19.30
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
So. 14.06.2026
20.00–21.15
Sa. 20.06.2026
20.00–21.15
Mo. 14.09.2026
20.00–21.15
THEATERTAG! ALLE PLÄTZE 15/9€
Vorverkauf ab 24. Juni
So. 20.09.2026
18.00–19.15
Einführung 17.30
Vorverkauf ab 24. Juni
So. 27.09.2026
20.00–21.15
Vorverkauf ab 24. Juni
TEAM
Regie: Dor Aloni
Bühne: Marlene Lockemann
Kostüme: Svenja Gassen
Musik: Thomas Moked Blum
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Frank Kraus
BESETZUNG
Torsten Flassig (Max Brod)
Anabel Möbius (Josefine / Dramaturgin)
Mitja Over (Trapezkünstler)
Isaak Dentler (Bauchredner)
Rokhi Müller (Hungerkünstlerin)
Andreas Vögler (Übersetzer)
Klaus Dorth / Konstantinos Bikakis (Zuschauer)
INHALT
Am 3. Juni 1924 starb Franz Kafka. In seinem Testament wies er seinen engen Freund Max Brod an, alle seine Manuskripte zu verbrennen. »Ein Hungerkünstler«, eine kleine Sammlung von vier Erzählungen, war jedoch gerade noch vom Autor herausgegeben worden.
Für Kafka war dies sein letztes Buch. Doch Max Brod beschloss, weitere Schriften sowie Tagebücher und persönliche Briefe zu veröffentlichen, statt das Testament zu erfüllen – und verhalf Kafka posthum zu Weltruhm. Max verriet seinen Freund, blieb aber der Kunst treu. Hat er recht gehandelt?
In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?
Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.
Ermöglicht durch den Patronatsverein.
Für Kafka war dies sein letztes Buch. Doch Max Brod beschloss, weitere Schriften sowie Tagebücher und persönliche Briefe zu veröffentlichen, statt das Testament zu erfüllen – und verhalf Kafka posthum zu Weltruhm. Max verriet seinen Freund, blieb aber der Kunst treu. Hat er recht gehandelt?
In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?
Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.
Ermöglicht durch den Patronatsverein.
PRESSESTIMMEN
»Es ist ein sehr charmanter leichtgewichtiger Spaß, den der israelische Dramatiker Roy Chen […] verfasst hat, und einer, der dann doch, wie beiläufig, in das Dilemma heutiger Diskurse führt, die sich in Floskeln, Sprachregelungen und Eiertänzen verlieren. […] Roy Chen und Dor Aloni […] haben mitsamt dem Ensemble sichtlich Freude daran, die Zwiebel Kafka zu häuten. […] Chens Text ist eine geschickte Verquickung von Originalpassagen mit einer blühenden literarischen Phantasie, […]. Das an sich ist schon ein großes Vergnügen, mit Feuerschalen, falschen Lavabrocken und glamourösen Kostümen (Bühne Marlene Lockemann, Kostüme Svenja Gassen). Und es kippt auf sehr lustige Weise, wenn die Figuren mit Blick auf das, was in der Kafka-Exegese mit ihnen angestellt wird, Brod nicht mehr um Rettung, sondern um Vernichtung anflehen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Mai 2026
»Grandios spielen Torsten Flassig als Max Brod, Anabel Möbius als Sängerin Josefine und Dramaturgin, Rokhi Müller als Hungerkünstlerin, Isaak Dentler als Bauchredner und Mitja Over als Trapezkünstler typisch absurde Rollen. Gekonnt werden dabei die einzelnen Geschichten Kafkas miteinander verwoben. Und nicht nur das: Zwar hat das Stück - wie immer am Schauspiel - großen Anspruch und enormes Können aller Beteiligten zu bieten, es schafft in diesem Fall aber zusätzlich eine ganz andere Perspektive zwischen Zuschauer und schriftstellerischer Kunst vergangener Zeit und kafkaesker Besonderheit. […] Das Stück ist ein absolutes Muss für jeden, der Kafkas Art zu schreiben, interessant findet, - und keine Einordnung, aber eine ziemlich treffende Darstellung der Art des Umgangs mit Kafkas Kunst zu schätzen weiß.«
Frankfurter Wochenblatt, 30. Mai 2026
»Auf unfassbar komische Weise verwandelt sich der Zirkus Kafkas in einen Zirkus um Kafka. Ein stetig kreisender Strudel an repetitiven Themen entfaltet sich, bei dem es weniger um Kafka als ums Selbst-Produzieren geht. So führt der Abend all jene vor, die aus den losen Fragmenten überhaupt erst ein Werk gemacht haben – allen voran Max Brod. […] Gewendet wird unser Blick, weg von Kafka, hin zu unserer eigenen Sucht, diesen Künstler endgültig zu deuten.«
nachtkritik.de, 23. Mai 2026
»Es gibt hier viele lustige Szenen, unter der Regie von Dor Aloni kühl serviert. […] So beginnt eine Parodie auf das Theater, so wird die im Grunde von Anfang an im Raum stehende Parodie auf das Theater trefflich zugespitzt. Sie führt so dicht an der Realität entlang, dass sie von ihr nicht mehr zu unterscheiden ist. Es geschieht insofern das Entspannende, dass man über die Realität lachen kann, von Herzen, gemeinsam und schonungslos.«
Frankfurter Rundschau, 26. Mai 2026
»Der Text von Roy Chen richtet den Fokus in dieser Manier nicht auf Kafka selbst, sondern auf unseren eigenen Drang, ihn endgültig entschlüsseln zu wollen. Die Inszenierung lehnt dabei bewusst eine weitere Interpretation ab und fordert stattdessen dazu auf, alles bisherige Wissen über Kafka hinter sich zu lassen, um seinen Texten neu und unvoreingenommen begegnen zu können. Statt Antworten erleben wir einen Abend voller Mehrdeutigkeiten, an dem die Kunst als Flucht aus dem Käfig fungiert, dessen Ursprung sie nicht nur bei Kafkas Zirkus(-künstler:innen) oftmals ist.«
die-junge-buehne.de, 26. Mai 2026
»Regisseur Dor Aloni hat Roy Chens „Zirkus Kafka“ mit starken Bildern und rasantem Tempo umgesetzt. Er weckt die Lust, sich mit Frank Kafkas zeitlosen Werken zu beschäftigen.«
kulturfreak.de, 25. Mai 2026
»Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Denn hier steht irgendwie alles auf der Kippe: das literarische Werk zwischen Ruhm und Verschlossenheit, das Theater zwischen Spiellust und Unverständlichkeit, das Künstlerleben zwischen Magie und Absturz. In den Kammerspielen des Schauspiels Frankfurt wurde mit „Zirkus Kafka“ ein Stück uraufgeführt, das viel mehr Fragen stellt als Antworten bereithält.«
Rhein-Neckar-Zeitung, 29. Mai 2026
»Dabei überrascht der in Tel Aviv geborene Allrounder mit Klugheit, Hintersinn und einer überraschenden, dramaturgischen Volte.«
Frankfurter Neue Presse, 27. Mai 2026
