Morgen ist (vorläufig) immer da (DSE)

von Iva Brdar
aus dem Serbokroatischen von Alida Bremer
Box
Premiere 18. Januar 2026

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 18.01.2026
16.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 25.01.2026
15.00
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Di. 03.02.2026
20.00
Vorverkauf ab 10. Januar
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 22.02.2026
18.00
Vorverkauf ab 10. Januar
TEAM
Bühne: Swenja Trebeljahr
Kostüme: Henrike Reller
Dramaturgie: Katrin Spira
BESETZUNG
INHALT
Was wäre wenn? Was wäre, wenn nach reiflicher Überlegung, nach etlichen positiven Selbstgesprächen, nachdem wir das komplette Netz nach dem richtigen Plan fürs richtige Leben durchsucht hätten. Was wäre, wenn dann – genauer gesagt: morgen – das Leben anfangen würde? »Ich werde es morgen tun / Denn man kann alles morgen tun / Morgen wird unendlich lange andauern / Und morgen ist (vorläufig) immer da«. Das sagt sich die Protagonistin in Iva Brdars Monolog und sie schmiedet etliche Pläne. Sie durchdenkt ihr zukünftiges Leben bis ins kleinste Detail. Sie lernt zu warten. Sie plant, sich zu verlieben, sie überlegt, wie man sich eigentlich so richtig gut umarmt und wie man sich über die unübersichtliche Weltlage austauscht. Dabei holt sie sich die Antworten auf ihre Fragen aus dem Internet, sie lernt sie auswendig, sie inhaliert sie geradezu – und lässt sie zu einem Teil von sich werden.

Alles ist bereit dafür, wenn sie wirklich mit jemandem zusammenkäme, wenn sie wirklich mit dem Leben beginnen könnte. Doch je genauer der Plan, umso stärker wächst die Einsamkeit. Die Kluft zwischen dem Wunsch nach Perfektion und der realen Welt »da draußen« mit all ihren Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, die normalerweise das Leben ausmachen wird unüberbrückbar. Der Weg nach draußen scheint versperrt.

Das Inszenierungsteam interessiert sich für den Menschen mit all seinen realen Facetten, Sehnsüchten und Empfindungen, der gerade im Kontext der heutigen Zeit geprägt von politischer Radikalisierung, dem medialen Überkonsum und einer zunehmenden Anonymisierung seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten und somit sein Selbst zu verlieren droht.
Ich werde es morgen tun, denn man kann alles morgen tun.