Der Prozess
nach Franz Kafka
von Johanna Wehner
von Johanna Wehner
Schauspielhaus
Premiere 16. Januar 2027
TEAM
INHALT
»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.« Der Einblick in das sich daran anschließende Verfahren, der Sinn des Prozesses wird K. bis zum Ende verborgen bleiben. Im Gegenteil – je mehr er versucht, seine Unschuld zu beteuern, umso mehr scheint er sich in einem Wirrwarr von nicht zu durchschauenden Gesetzen zu befinden. Die Zeit spielt dabei gegen ihn, geradezu so, als würde jeder neue Versuch der Klärung zu einem Vielfachen von Unklarheit führen.
Kafkas erster Roman von 1925 wurde häufig als Ahnung oder gar als Vorwegnahme der historischen Ereignisse gelesen. So sah etwa Theodor W. Adorno darin eine Präfiguration der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts. Von seiner Brisanz hat Kafkas Text heute nichts verloren. In einer Zeit, in der die Vereinfachung von Diskursen, die Zuspitzung ohne Beweise und der Vormarsch der Rechtspopulisten in Europa und den USA uns täglich beschäftigen, klingen Kafkas Worte aktueller denn je.
Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen auch hier in Frankfurt bekannt ist, wird den Text in einer eigenen, sprachmusikalischen Fassung auf die Bühne bringen. Am Schauspiel Frankfurt war in ihrer Regie u.a. »Dracula«, »Hiob« und zuletzt eine Bearbeitung von Thomas Manns Roman »Buddenbrooks« zu erleben.
Kafkas erster Roman von 1925 wurde häufig als Ahnung oder gar als Vorwegnahme der historischen Ereignisse gelesen. So sah etwa Theodor W. Adorno darin eine Präfiguration der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts. Von seiner Brisanz hat Kafkas Text heute nichts verloren. In einer Zeit, in der die Vereinfachung von Diskursen, die Zuspitzung ohne Beweise und der Vormarsch der Rechtspopulisten in Europa und den USA uns täglich beschäftigen, klingen Kafkas Worte aktueller denn je.
Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen auch hier in Frankfurt bekannt ist, wird den Text in einer eigenen, sprachmusikalischen Fassung auf die Bühne bringen. Am Schauspiel Frankfurt war in ihrer Regie u.a. »Dracula«, »Hiob« und zuletzt eine Bearbeitung von Thomas Manns Roman »Buddenbrooks« zu erleben.
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