Am Leben bleiben

Foto: Jessica Schäfer
Performance Junges Schauspiel
ab 14 Jahren
Deutsches Exilarchiv
Uraufführung 10. Dezember 2021

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Do. 24.02.2022
19.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Di. 01.03.2022
19.00
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
TEAM
Konzept und Regie: Martina Droste
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Komposition und musikalische Einrichtung: Max Mahlert
MIT
Aliyah Arrington, Anahita Azari, Ayman Ben Magahed, Georgios Choubardas, Maja Koj, Vincent Anias Lang, Richard Neubrand, Japhette Basinga Nsonsani, Joy Owie, Matteo Schultheis, Anastasija Śejič, Mobin Soltani, Helen Teketel
INHALT
Es war mutig, entschlossen und gleichzeitig ein Akt der Verzweiflung: Vor der grausamen nationalsozialistischen Verfolgung wurden viele jüdische Kinder ins Exil gerettet. Allein in einem fremden Land und von ihren Familien getrennt, mussten sie oft schwierige Wege gehen. In sechs Biographien widmet sich die Ausstellung »Kinderemigration aus Frankfurt« des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek dem Thema der Kindertransporte aus Frankfurt. Ein inklusives und höchst diverses Jugendensemble schlägt in diesem reichen Erinnerungsraum mit performativen Mitteln den Bogen in die Gegenwart.
Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Ermöglicht durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF).
PRESSESTIMMEN
»[…] All das sind keine Fragen der Vergangenheit. Sie sind unmittelbar verknüpft mit dem, was viele der Jugendlichen aus der diversen Gruppe in ihrem Alltag 2021 in Deutschland erleben. Davon erzählen sie auf unverstellte, ehrliche, direkte Art und Weise, die das Potential hat, Augen zu öffnen. […] Es ist eine reflektierte, wache Gruppe, die man da sieht und hört. […] Es lohnt sich, zuzuhören, den Lauten und Selbstsicheren genauso wie den Zurückhaltenden und denen, die noch nicht so lange Deutsch sprechen. Zu sagen haben sie alle etwas, und zwischendurch kann einen das zu Tränen rühren, wenn das ganze Ensemble zusammensitzt und ein Jugendlicher mit eigener Fluchterfahrung darüber spricht, wie es ist, im Zug weg von zu Hause zu sitzen auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. […] Singend zieht die Gruppe hinaus. Und hinterlässt das Gefühl, dass diesem Land alle Möglichkeiten offenstünden, wenn nur alle ein bisschen häufiger zuhören würden.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Dezember 2021
»Marokko, Kongo, Serbien, Polen: Die jungen Leute, die in der Ausstellung recherchiert und nachgefragt haben, reflektieren in der 70-minütigen Performance, unter anderem, wie stark sie sich in Deutschland zugehörig fühlen – oder ist Heimat eher anderswo? Sie berichten von Ablehnung, Rassismus. Sie denken auch über Sprache nach und welche Macht man durch ihre Beherrschung erhält. Listig wird die Option Schweigen erwähnt, aber dafür haben sie sich nicht entschieden.«
Frankfurter Rundschau, 13. Dezember 2021
Foto: Jessica Schäfer