Buddenbrooks
nach Thomas Mann
Bühnenfassung von Johanna Wehner
Bühnenfassung von Johanna Wehner
Schauspielhaus
Premiere 25. April 2026
ca. 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Termine
Fr. 01.05.2026
18.00–20.45
Fr. 08.05.2026
19.30–22.15
Mi. 13.05.2026
19.30–22.15
So. 17.05.2026
19.30–22.15
Fr. 22.05.2026
19.30–22.15
Sa. 30.05.2026
19.30–22.15
So. 31.05.2026
16.00–18.45
Do. 11.06.2026
19.30–22.15
Einführung 19.00
Vorverkauf ab 10. Mai
So. 14.06.2026
19.30–22.15
Vorverkauf ab 10. Mai
Sa. 20.06.2026
19.30–22.15
Vorverkauf ab 10. Mai
Do. 25.06.2026
19.30–22.15
THEATERTAG! ALLE PLÄTZE 14/9€
Vorverkauf ab 10. Mai
TEAM
Regie: Johanna Wehner
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Vera Mohrs
Dramaturgie: Katrin Spira
Licht: Ellen Jaeger
INHALT
»Mein Sohn, sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bei Nacht ruhig schlafen können.« Das Credo des alten Johann Buddenbrook war für die Familie jahrzehntelang heilig, der Reichtum stieg Jahr für Jahr. Mitte des 19. Jahrhunderts steht Johanns Urenkel Thomas anlässlich des Firmenjubiläums vor jenem in Stein gemeißelten Leitspruch – und hat das hanseatische Familienunternehmen gerade durch eine allzu gewagte Spekulation aus der Bahn geworfen: Der Kauf einer unreifen Ernte zum halben Preis, anschließend vom Hagel zerstört, das war der Anfang vom Ende des großen Handelshauses. Zeitgleich zum gesellschaftlichen Umbruch, erleben wir den Verfall, die Dekadenz der Familie über vier Generationen hinweg. Während früher ein Leitspruch ausreichte, um alle zu binden, driften die Lebensvisionen der Kinder und Enkel zunehmend auseinander. Das Leben dreht sich nicht mehr nur um Wohlstand und Geld, sondern ebenso um Kunst und Ästhetik, dazu kommen Krankheiten und Todessehnsucht. Die Familie zersplittert, zurück bleibt Leere – und irgendwo vielleicht auch ein Fünkchen Hoffnung.
Schon bei seinem Erscheinen 1901 wurde der Roman zur Weltliteratur. Thomas Mann war damals 23 Jahre alt, viele Jahre später wurde er dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen bekannt ist und in Frankfurt zuletzt »Dracula« und »Hiob« inszeniert hat, wird der detailverliebten und humorvollen Sprache Manns Raum auf der Bühne geben und die Familiengeschichte mit einem großen Ensemble inszenieren.
Schon bei seinem Erscheinen 1901 wurde der Roman zur Weltliteratur. Thomas Mann war damals 23 Jahre alt, viele Jahre später wurde er dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen bekannt ist und in Frankfurt zuletzt »Dracula« und »Hiob« inszeniert hat, wird der detailverliebten und humorvollen Sprache Manns Raum auf der Bühne geben und die Familiengeschichte mit einem großen Ensemble inszenieren.
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PRESSESTIMMEN
»Dass eine Stückfassung entstanden ist, die inhaltlich der Erzählung gerecht wird und einen runden Theaterabend ermöglicht, verdient bereits Hochachtung. […] Die unfassbare Dichte des Textes wird dabei auf atemberaubende Weise vom Ensemble umgesetzt.«
nachtkritik.de, 26. April 2026
»Zu acht tanzen sie (das Ensemble) die „Buddenbrooks“, beim Reden und in der Bewegung ist es ein Gleiten und Wörter-Zuwerfen. Das muss sitzen. Es sitzt.«
Frankfurter Rundschau, 27. April 2026
»Die acht Schauspielerinnen und Schauspieler verkörpern nur phasenweise Figuren des Romans; die meiste Zeit fungieren sie als Erzählerinnen und Erzähler, als fantastische übrigens. «
Die Rheinpfalz, 28. April 2026
»Erstaunlich, wie es Wehner dabei gelingt, in ihrer 100 Seiten starken Fassung aus purem Thomas Mann viele der wichtigsten Charaktere plus eigene Akzente herauszuarbeiten. Perfekt durchdacht auch Daniel Wollenzins Bühne des oberflächlichen Patrizierglanzes über Tanker-Rostigkeit, die als Schiffs-Unterbau erst im zweiten Teil des Abends in ihrer ganzen Tiefsee-Verrottung erlebbar wird. Geschmackvoll in ihrer überzeitlich großbürgerlichen Eleganz auch die Nobelkostüme Ellen Hofmanns. Ganz zu schweigen von der hochsensiblen Darstellerriege, die Christoph Bornmüller, Anna Kubin und Tanja Merlin Graf selbstbewusst anführen.«
Frankfurter Neue Presse, 27. April 2026
»Schön herausgearbeitet ist die Verbundenheit der Familie, wenn alle zusammen und doch individuell eine Kette bilden. Jede(r) ist Teil der Kette, gleichsam ist jede Figur aber auch „angekettet“. «
kulturfreak.de, 27. April 2026
»Es war eine tolle Ensemble-Leistung, ein starkes Zusammenspiel. […] Besonders intensiv fand ich Tanja Merlin Graf als Toni oder auch Johanna Link als Hanno. […] Zunehmend habe ich immer mehr emotionale Tiefe gespürt und gerade, wenn diese Figuren aus dem kollektiven Erzählen hinaustreten, zeigt sich, warum Thomas Manns Stoff noch bis heute wirkt. Es stellt sich die Frage, wie man leben soll und was es kostet, wenn man sich nicht frei entscheiden kann. […] Der Abend erzählt davon, wie instabil diese Konstruktionen sind, auf denen ein ganzes Leben und auch eine Familie beruht. «
hr2-Frühkritik, 28. April 2026
»Auf geradezu lässige Art legt Wehner den ganzen Riesenraum des Schauspiels frei, den so viele ihrer Kollegen geradezu angstvoll zur kleinen Schachtel verdichten. Auch im Auf- und Abtreten, im Abschreiten der Fläche gelingt es den herausragend sprechenden Darstellern so, die wiederkehrenden Motive auch ins Körperliche zu bringen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. April 2026
AUDIO-EINFÜHRUNG
Begriff wohl irgendjemand weit und breit, was für ein Glück das bedeutete?