Ein Volksfeind

von Henrik Ibsen
Schauspielhaus
Premiere 25. September 2022

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 25.09.2022
18.00
TICKETS ab 15.07.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 02.10.2022
16.00
TICKETS ab 15.07.
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mi. 05.10.2022
19.30
TICKETS ab 15.07.
TEAM
Regie: Lily Sykes
Kostüme: Jelena Miletić
Musik: Fabian Kalker
BESETZUNG
Isaak Dentler (Doktor Tomas Stockmann, Badearzt)
Tanja Merlin Graf (Seine Tochter, Lehrerin)
Caroline Dietrich (Petra Stockmann, die ältere Schwester des Doktors, Bürgermeisterin und Polizeichefin Vorsitzende im Aufsichtsrat des Bades, usw.)
Uwe Zerwer (Morten Kiil, Gerbermeister, Pflegevater von Petras versorbener Mutter)
Oscar Olivo (Hovstadt, Redakteur des »Volksboten«)
Sebastian Reiß (Billing)
André Meyer (Kapitän Horster)
Stefan Graf (Buchdrucker Aslaksen)
INHALT
Als Henrik Ibsen 1882 sein Drama »Ein Volksfeind« verfasste, stand er unter dem Eindruck liberalistischer Diskurse über Staat und (Volks)souverän. Nach der Vereinnahmung des Begriffs durch die Nationalsozialisten schien sich zumindest in demokratischen Staaten die Einsicht durchzusetzen, dass wir auf die Vorstellung von »Volksfeinden« gut verzichten können. Und doch erlebt der »Volksfeind« in heutigen Tagen wieder eine furchtbare Renaissance. Im Zuge der autoritären Revolte taucht der Begriff seit Jahrzehnten wieder in Reden und Schriften der Neuen Rechten auf, geistert durch die sozialen Medien, erscheint in Morddrohungen und prangt auf Transparenten der Querdenker:innen-Szene. Wirr ist »das Volk«.
Ibsens Stück hat somit heute große Aktualität – nicht, weil es Antworten liefern würde, sondern weil es modellhaft genau jene Begriffsfelder, die heute wieder zu Kampfzonen geworden sind, miteinander in Beziehung setzt. Lily Sykes erzählt die Geschichte des Arztes Thomas Stockmann, der eine Seuche heilen will und dabei scheinbar die Gemeinschaft vergiftet, als Konflikt zwischen der Freiheit des Einzelnen und der Freiheit aller, als Geschichte über Manipulation und Macht und Postulat einer Gesellschaft der Sorge füreinander.
Man sollte nie seine beste Hose anhaben, wenn man für Freiheit und Wahrheit kämpfen will.