Stimmen einer Stadt

Das Leben ist eine Kunst/
Die Gräten

Foto: Robert Schittko
von Martin Mosebach, Lars Brandt
Kammerspiele
Uraufführungen 13. September 2020
ca. 2 Stunden, 10 Minuten, eine Pause

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 01.11.2020
18.00–20.10
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Fr. 13.11.2020
19.00–21.10
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Sa. 14.11.2020
19.00–21.10
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 13.12.2020
18.00–20.20
TICKETS ab 10.11.
Zur übergeordneten Reihe:
TEAM
Bühne und Video: Philip Bußmann
Kostüme: Mareike Wehrmann
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
BESETZUNG
Anke Sevenich (Das Leben ist eine Kunst)
Bijan Zamani (Die Gräten)
INHALT
Für unsere Stimmen einer Stadt-Reihe treffen Autoren_innen Menschen aus Frankfurt und nehmen aus diesen Begegnungen eine poetische Überschreibung vor: ein Monodrama. Jede Biografie wird also zu einem Solo für eine_n Schauspieler_in unseres Ensembles.

Der Büchner-Preisträger Martin Mosebach schreibt über eine alternde Künstlerin und ihre schwierigen Beziehungen, die ihr Leben formten. Im Fokus steht hierbei die Beziehung zu ihrem ehemaligen Lebenspartner. In »Das Leben ist eine Kunst« diagnostiziert die Protagonist Erna Klobig in Bezug auf den Vater ihrer Tochter: »Reinhold, die sanfte Pflanze, hatte in Wahrheit die zerstörerische Energie eines von Selbsthass erfüllten Melancholikers.«
Allerdings ist in Martin Mosebachs Monolog Reinhold nicht die einzige Figur, die Züge der Melancholie in sich trägt. Gleiches gilt auch für die Protagonistin Erna Klobig selbst. Erna Klobigs gesamtes Streben und die Trauer, die sie in sich trägt, drehen sich um eine Lücke – ein Fehlen, das sie verspürt und mit dem sie sich, in niemals abzuschließender Erinnerungsarbeit begriffen, auseinandersetzt.

Lars Brandt spürt in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche dem Alltag eines Frankfurter Politikers nach. Das Besondere hierbei: Die Figur in »Die Gräten« ist nicht das Porträt eines einzelnen Politikers, es handelt sich vielmehr um die poetische Überschreibung eines Bündels von Wahrnehmungen. Ausgehend von seinen Recherchen hat der Autor einen Charakter geschaffen. Diesem steht die Gefahr der Selbstentfremdung klar vor Augen. Er spürt, ein gesellschaftlicher Aufbruch wäre nötig, aber die Rolle seiner Partei dabei ist unklar. Verstärkt wird diese Verunsicherung durch die Wahrnehmung einer allgemeinen Politikverdrossenheit.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt.
Ermöglicht durch den Hauptförderer
sowie
PRESSESTIMMEN
»Ausschließlich von diesen 1,20 x 2 Metern aus spricht die von Anke Sevenich anregend facettenreich gestaltete Erna ihr fiktives gegenüber an, das Publikum bleibt stets im Blick.«
Frankfurter Rundschau, 15. September 2020
Foto: Robert Schittko