Lecken 3000

von lynn t musiol
Kammerspiele
Premiere 16. April 2027
TEAM
Bühne: Anaïs Buzduga
Musik: Lennard Clément
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
INHALT
»WHAT THE FUCK, schluchze ich, wische mir die kotze vom mund. DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN«. Eine unerwartete SMS bringt alles aus dem Gleichgewicht. Nach über zehn Jahren Funkstille meldet sich aus dem Nichts ihre alte Lehrerin Ute bei Ari. Die Protagonistin blickt zurück auf ihre Schulzeit, die sie irgendwo in der westdeutschen Provinz verbracht hat. Als sie etwa 14 Jahre ist, lernt Ari eine Lehrerin kennen, die sie bis zum Abitur begleitet, und noch mehr: Ute leiht ihr Bücher, empfiehlt ihr Musik, schenkt ihr Theatertickets und lädt sie zu sich nach Hause ein. Nun, Ende zwanzig, beginnt Ari im Kreis ihrer Freund:innen und in Gesprächen mit Ute, ihre Erinnerungen aufzuarbeiten und die schwerwiegende Frage zuzulassen: War das, was mir damals passiert ist, Missbrauch? Eine schonungslose Selbstbefragung über Begehren, Erinnerung und queere Gewalt beginnt.

Der Gewinnertext des Retzhofer Dramapreises 2025 ist ein witziges, schnelles wie brisantes Drama zum Thema Machtmissbrauch bzw. Gewalt in queeren Beziehungen. lynn t musiol überrascht mit einem Figurenarsenal von größter Unverkennbarkeit, Direktheit und Unverfrorenheit. Das Stück ist der Versuch, das Unbequeme und Widersprüchliche mit Wucht und Tempo sag- und fühlbar zu machen.

Marlon Otte brachte in der Spielzeit 2025/26 am Schauspiel Frankfurt den Roman »Hasenprosa« von Maren Kames in der BOX zur Uraufführung, zudem übernahm er die szenische Einrichtung für die Produktion »Cold Case: Gretchen brennt« in den Kammerspielen. In der Spielzeit 2026/27 kehrt er mit der Inszenierung von »LECKEN 3000« als Regisseur in die Kammerspiele zurück.

ich muss mich jetzt n bisschen um mein Business kümmern.