Hiob

nach Joseph Roth
Schauspielhaus
Premiere 23. April 2021
TEAM
Musik: Daniel Kahn und Christian Dawid
Kostüme: Ellen Hofmann
Dramaturgie: Katrin Spira
INHALT
Der fromme jüdische Lehrer Mendel Singer lebt mit seiner Familie im Russischen Reich. Diesen »einfachen Mann« schickt Joseph Roth in seinem Roman auf eine Odyssee: Mendels jüngster Sohn kommt schwer krank zur Welt, der Älteste geht zum Militär, der Mittlere verlässt das Schtetl in Richtung Amerika. Als sich die Tochter mit den Kosaken einlässt, beschließt Mendel ebenfalls zu emigrieren und mit ihr und seiner Frau in New York das Glück zu suchen. Schweren Herzens lassen sie den kranken Sohn zurück. Doch Mendel findet weder Heimat noch Glück. Im Gegenteil: Er verliert beide Söhne im Krieg, die Frau stirbt, die Tochter wird wahnsinnig. Verzweifelt sagt Mendel sich von dem los, was ihm geblieben ist: von seinem Gott. »Alle Jahre habe ich Gott geliebt, und er hat mich gehasst.« Und dann bringt eine Melodie ein unfassbares Wunder mit sich…
Johanna Wehner folgt den Klängen des Romans von Heimat und Sehnsucht und der Frage, wie und mit wem man durchs Leben gehen will – und kann. Die Musik für »Hiob« komponiert Daniel Kahn, der mit seiner Klezmer-Punk-Band »The Painted Bird« bekannt geworden ist.
Die Produktion wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Wie ist es möglich, dass die Welt auf so einer kleinen Platte eingraviert ist?