59. RÖMER­BERG­GESPRÄCHE

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt
Chagallsaal

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Sa. 18.04.2026
10.00–17.00
Eintritt frei
INHALT
Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch.

Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet – und sich dabei immer unverhohlener als Monarch oder Cäsar geriert. Aber auch andere autokratische Politiker repräsentieren international diese Führerkultur, die in vielfacher Weise demokratisch-republikanischen Vorstellungen widerspricht.
Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen. Was bedeuten solche Selbstinszenierungen, worauf gründen sie, und warum stoßen sie teilweise sogar auf Anklang bei den Wählern? Was kann dieser rücksichtslosen Selbstherrlichkeit noch entgegengesetzt werden, oder ist die neue Realität jene alte, in der »die Starken tun, was sie wollen, und die Schwachen ertragen, was sie müssen« (Thukydides)?
PROGRAMM
10.00 Uhr
Johannes Völz
Enthemmte Informalisierung: Zu Donald Trumps politischem Stil

11.00 Uhr
Ali Fathollah-Nejad und Felix Lange
Weltpolitik jenseits des Völkerrechts: Triumph des Stärksten?

12.00 Uhr
Vera King
Phantasmen der Grandiosität im neuen Autoritarismus

13.00 Uhr MITTAGSPAUSE

14.00 Uhr
Martin Andree
Monopole, Erpressung, Machtmissbrauch: Dark Tech und Populisten übernehmen die Macht

15.00 Uhr
Natascha Strobl
Männlichkeit als politisches Konzept

16.00 Uhr
Samira Akbarian
Widerstand als Hoffnung – Ziviler Ungehorsam in einer verrohten Welt