Das Deutschlandherz (UA)
von Bonn Park
Kammerspiele
Premiere 2. Oktober 2026
ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Termine
Mo. 26.10.2026
20.00–21.20
Mi. 04.11.2026
20.00–21.20
So. 15.11.2026
18.00–19.20
Sa. 21.11.2026
20.00–21.20
TEAM
Regie: Bonn Park
Bühne & Kostüme: Sina Manthey
Musik: Ben Roessler
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Valentin Wittig
BESETZUNG
Naömi, Waltor und Richord treffen sich am Bahnhof. Sie wollen weg aus dem Deutschland, doch sie können ihre Tickets nicht runterladen, weil das Netz schlecht ist, sie wissen nicht, wann und wo der Zug abfahren soll, die Durchsagen sind unverständlich, der vermeintliche Ort des Aufbruchs ist verwaist und verrammelt… Nichts ist in Ordnung und es wird immer schlimmer. Ein hilfsbereiter Schaffner taucht auf, doch können die drei Freunde ihm trauen? Eine seltsame Metamorphose scheint von ihnen Besitz zu ergreifen, während sie einen Ausweg aus ihrem hochkarätigem Koma der Hilflosigkeit suchen.
Autor und Regisseur Bonn Park, dessen erste Arbeit am Schauspiel Frankfurt, »They Them Okocha«, für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert war, arbeitet in seinem neuen Werk mit dem Horror-Genre. Hier wird »Made in Germany« zur Ingenieurskunst der Panik. Die bissige Groteske bewegt sich, dem klassischen Horrorfilm getreu, zwischen Schaudern und Lachen. Wie immer formuliert Bonn Park seine scharfsichtige Gegenwartsanalyse dabei mit Zärtlichkeit und Poesie.
Autor und Regisseur Bonn Park, dessen erste Arbeit am Schauspiel Frankfurt, »They Them Okocha«, für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert war, arbeitet in seinem neuen Werk mit dem Horror-Genre. Hier wird »Made in Germany« zur Ingenieurskunst der Panik. Die bissige Groteske bewegt sich, dem klassischen Horrorfilm getreu, zwischen Schaudern und Lachen. Wie immer formuliert Bonn Park seine scharfsichtige Gegenwartsanalyse dabei mit Zärtlichkeit und Poesie.
Einige unserer Inszenierungen enthalten potenziell sensible Inhalte, die bei manchen Menschen starke negative Emotionen auslösen oder (re-)traumatisierende Erinnerungen hervorrufen können. Wenn Sie zu diesem Thema vorab weitere Informationen benötigen, melden Sie sich gern bei der für diese Inszenierung zuständigen Dramaturgin Katja Herlemann unter Katja.Herlemann@buehnen-frankfurt.de.
» […] Eine Satire auf deutsche Zustände und noch mehr auf deutsches Klagen in diesen 80 Minuten, eine auf drei Reisende und einen Schaffner verteilte Suada, deren Wortspiele […] spaßig sind.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Oktober 2026
»Das Bühnenbild von Sina Manthey passt besser noch als die Faust aufs Auge zu dem folgenden Geschehen. […] Beifall, von einem zu guten Teilen ziemlich jungen Publikum.«
textor.online.de, 6. Oktober 2026
» […] blinkende Gepäckaufbewahrungsschränke irritieren in der fantastisch grässlichen Bühne Sina Mantheys, während blühender Leuchtschimmel unter Plastikplanen hervorzubrechen droht und öffentliche Uhren rückwärtsgehen. […] Bonn Park […] treibt in der Fortsetzung (des Stückes „Das Deutschland“) den Grusel mit cineastischer Lust auf die Spitze. […] Jubel für alle vier Schauspieler und den formstarken Autor.«
Frankfurter Neue Presse, 6. Oktober 2026
»Parks Horror-Ästhetik spielt vergnügt zwischen skurrilem (Film-)Zitat […] und tatsächlichem Nervenkitzel, besonders wenn Ben Roesslers grandioser Gruselsoundtrack mit Valentin Wittigs Lichteinsatz zu schnellen schauerlichen Auftritten führen, den Jumpscares in Horrorfilmen ähnlich. Aber das eigentliche Bindemittel ist Parks witzig-polemischer Weltschmerz, der alles Angsteinflößende, sei es von rechts oder links, zu einem deutschen Fiebertraum zusammenmischt. […] Parks Stück erweist sich als ein heilsamer Horror und Warnung vor der weiß deutschen Angst, die sich als letzte Regel in einer regellosen Welt zu gelten scheint. "Das Deutschlandherz" ist dabei vor allem unterhaltsam. Gebanntes Schauen geht schnell in befreiendes Lachen über. Ein Lachen auch über uns.«
nachtkritik.de, 3. Oktober 2026
»[…] Auch weil Ausstatterin Sina Manthey für die Kammerspiele des Schauspiels Frankfurt eine so prächtig jammervolle Provinzbahnhofshalle gebaut hat, ist das plastisch, witzig und böse. […] Andreas Vögler schreit, beruhigt sich, schreit, beruhigt sich. Die Erregung und das Herunterspielen der Erregung, und dann erregt man sich schon wieder: vielleicht eine deutsche Angewohnheit, jedenfalls lustig und ungemütlich zu gleich. […] Ben Roesslers Musik dazu: pulsierend, grollend. […] In Text und Spiel liegen Witz, aber nichts Rasantes. […] Zur guten Unterhaltung, die mit einer unheimlichen Geschichte einhergeht, gibt Bonn Park eine verzerrte – leicht verzerrte – Gegenwärtigkeit.«
Frankfurter Rundschau, 5. Oktober 2026