Das Schauspiel Frankfurt hat mit der Intendanz von Anselm Weber eine monodramatische Serie über Frankfurt begonnen. Autoren_innen treffen Menschen aus dieser Stadt und überschreiben deren Biographien in einen poetischen Text, der von einer Schauspielerin oder einem Schauspieler aus dem Ensemble dargestellt wird. Ziel des Formates ist es, das Reale poetisch zu überschreiben. Hier entsteht kein dokumentarisches Theater, sondern eine literarische Überhöhung und eine theatrale Kunstfigur. Genau die Verknüpfung dieser drei Ebenen – dokumentarische Recherche, poetische Überschreibung und inszenierte Darstellung -  sind Teil des Projekts. Über eine Spanne von drei Jahren entsteht damit ein literarisch-dramatisches Kaleidoskop dieser Stadt.

Hauke Hückstädt, der Leiter des Literaturhauses Frankfurt, und Marion Tiedtke, Chefdramaturgin am Schauspiel Frankfurt, haben renommierte Autoren_innen ausgewählt, die meist zum ersten Mal für das Theater arbeiten: Wilhelm Genazino, Olga Grjasnowa, Teresa Präauer schrieben für die erste Staffel, dann folgten Antje Rávik Strubel, Thomas Pletzinger und Angelika Klüssendorf. In der Spielzeit 19/20 schreiben nun Martin Mosebach, Lars Brandt und Zsuzsa Bánk. Am Ende der Serie werden alle neun Monologe an einem Wochenende gezeigt. Die bisherigen Staffeln sind als Repertoire-Stücke im laufenden Spielplan zu sehen.

Hier geht es zu den einzelnen Staffeln und Produktionen:
»Stimmen einer Stadt« entsteht in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.

Ermöglicht durch den Hauptförderer
sowie

Bildergalerie

Kammerspiele

Uraufführungen
05. Mai 2018
06. April 2019
09. April 2020
Regie (Stimmen I-VIII)
Anselm Weber

Regie (Stimmen IX) / Regiemitarbeit (Stimmen I-VI)
Kornelius Eich

Mit
Matthias Redlhammer, Friederike Becht, Felix Rech; Peter Schröder, Anna Kubin, Christina Geiße; Nils Kreutinger, Anke Sevenich, Bijan Zamani