Foto: Felix Grünschloß

Ab November 2018 werden die Monologe von STIMMEN EINER STADT in festen Paketen angeboten.

Eine 30-jährige Mitarbeiterin am Frankfurter Flughafen wird eines Morgens geweckt: Eine Maschine ihrer Airline ist abgestürzt, sie soll die Angehörigen betreuen. Der Absturz verändert von einem auf den anderen Moment nicht nur das Leben der anderen, sondern auch ihr eigenes. Ihre erste Liebe ist unter den Toten, Erinnerungen kommen hoch, die Trauer um den Verlust eines ungeborenen Kindes und die ewige Suche nach dem Sinn in einer Welt der modernen, vereinzelten Transitexistenzen, die überall und nirgendwo zuhause sind. Doch wann hört die Flüchtigkeit des Lebens auf?

Olga Grjasnowa ist erfolgreiche Romanautorin und eigentlich nicht Dramatikerin, doch sie hat die Herausforderung der Auftragsarbeit für das Schauspiel Frankfurt gerne angenommen. Bekannt ist sie für ihre Romane »Der Russe ist einer, der die Birken liebt« und »Gott ist nicht schüchtern«, die mit großer Aufmerksamkeit in den Medien aufgenommen wurden. Als Tochter einer jüdisch-russischen Familie ist sie in Aserbaidschan geboren, als Kontingentflüchtling in Hessen aufgewachsen, am Stadtrand von Frankfurt zur Schule gegangen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und gehört zu den spannendsten Autorinnen ihrer Generation.

Die monodramatische Serie »Stimmen einer Stadt« wird ermöglicht durch den Hauptförderer Deutsche Bank Stiftung sowie die Aventis Foundation, die Deutsche Vermögensberatung, die Fazit-Stiftung und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Pressestimmen

»Eine geniale Bühne: weiß, nach hinten in zentralperspektivischer Verjüngung ansteigend, an den Wänden Aktenordner. […] Dazwischen steht Schauspielerin Friederike Becht vom Schauspielhaus Bochum als Stewardess im Bodendienst. […] Becht verschmilzt mit ihr. […] „Absturz“ ist der zweite und beste Text. Mit seiner leisen Intensität und dank der totalen Verausgabung Bechts geht er unter die Haut und ist auch als Hörspielversion vorstellbar.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Mai 2018)
»Becht, die aus der Bodenklappe stieg, in der Redlhammer vorhin verschwand, spielte die Frau mit Haut und Haar.«
(Frankfurter Rundschau, 7. Mai 2018)
»Das Drama besitzt den Anschein von (verdichteter) Authentizität – gestützt auch durch das Spiel von Friederike Becht.«
(Offenbach Post, 7. Mai 2018)
»[…] doch nimmt [der Text] den Zuschauer gefangen. Das hat sicherlich mit der geschilderten Ausnahmesituation zu tun. Noch mehr aber mit Friederike Becht. […] Friederike Becht leiht ihrer Figur eine zerrissene, verletzte Seele, glaubwürdig und sehr natürlich.«
(Frankfurter Neue Presse, 7. Mai 2018)

Bildergalerie

Video

Kammerspiele

Uraufführung 05. Mai 2018
Regie
Anselm Weber

Bühne und Video
Philip Bussmann

Kostüme
Mareike Wehrmann

Musik
Thomas Osterhoff

Dramaturgie
Marion Tiedtke

Besetzung
Friederike Becht