Foto: Robert Schittko
Für unsere Stimmen einer Stadt-Reihe treffen Autoren_innen Menschen aus Frankfurt und nehmen aus diesen Begegnungen eine poetische Überschreibung vor: ein Monodrama. Jede Biografie wird also zu einem Solo für eine_n Schauspieler_in unseres Ensembles.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf.
Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?
»Stimmen einer Stadt« entstand in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt.
Ermöglicht durch den Hauptförderer
sowie

Pressestimmen

»Regisseur Kornelius Eich und Schauspieler Nils Kreutinger schaffen in einer Stunde eine herrlich glamourös-neurotische Dandy-Figur, mehr geleckter Johnny Cash, denn morbider Totengräber.«
Süddeutsche Zeitung, 18.September 2020
»Ihre rhythmisch-poetische Sprache realisiert Nils Kreutinger in der Regie von Kornelius Eich überzeugend präzise.«
Frankfurter Rundschau, 15. September 2020
»Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«
DLF Kultur – Fazit, 13. September 2020
»Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. September 2020
»Einfühlsam und klug analysiert der Totengräber das Geschehen, Schmerz und Humor reichen einander die Hände.«
Frankfurter Neue Presse, 19. September 2020

Bildergalerie

Kammerspiele

Uraufführungen 13. September 2020

ca. 1 Stunde, keine Pause
Termine
Sa 03.10.2020 20.00 – 21.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa 24.10.2020 20.00 – 21.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Do 29.10.2020 20.00 – 21.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Mo 02.11.2020 20.00 – 21.00
Sa 21.11.2020 20.00 – 21.00
Regie
Kornelius Eich

Bühne und Video
Philip Bußmann

Kostüme
Mareike Wehrmann

Musik
Thomas Osterhoff

Dramaturgie
Lukas Schmelmer

Mit
Nils Kreutinger