Für dieses Crossover-Projekt stehen in einer einzigartigen Kooperation Spieler_innen aus dem Ensemble des Schauspiel Frankfurt zusammen mit Tänzer_innen der DFDC, freien Performer_innen und Musiker_innen auf der Bühne. Mit einem internationalen Team wird Saar Magal das Narrativ der deutschen »Erinnerungskultur«, Erfahrungen des jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und der Welt, der Ex- und Inklusion und der Sprengkraft von Positionierungen mittels Bewegung, Sprache, Livemusik, Objekten und Video performativ erforschen. Das Werk entsteht aus einer kollektiven Suchbewegung des Ensembles: Über den Austausch persönlicher Erfahrungen, Improvisation und Recherchearbeit komponiert Magal einen Strom aus Assoziationen und Fragen, in dem von ihr verfasste Texte sowie dokumentarisches und (populär-)kulturelles Material collagiert werden. Untersucht wird die Darstellbarkeit von Rassismus als der Exklusion des Anderen. »Der andere Körper« gelangt auf die Bühne, erlangt Sichtbarkeit – er ist enthalten in der Gruppe, die ihn gleichzeitig an den Rand drängt.
Schauspielhaus

Uraufführung 25. März 2021
Regie und Choreographie
Saar Magal

Musik
Omer Klein

Bühne
Eva Veronica Born

Kostüme
Slavna Martinovic

Video
Pascal Jeker und Gabriel Bach

Dramaurgie
Katja Herlemann