Eine Tochter aus gutem Haus. Eine Idee vom gelungenen Leben. Die Freiheit, einen Beruf zu ergreifen, sich selbst zu erfinden. Aber ist es die eigene Idee oder eine fremde? Wessen Vorstellungen folgen wir, wenn wir unser Selbstbild entwickeln? Welche Grenzenbestimmen unser Dasein, unser Geschlecht, unser Begehren? Inspiriert von Arthur Rimbauds »Illuminationen«, entwickelt Anja Hilling ein irisierendes Stationendrama: Schlaglichter der Kindheit wechseln sich ab mit Szenen einer jungen Berufstätigen, Großstadtbilder knallen auf Momente absoluter Einsamkeit. Splitter der Gegenwart verdichtet Anja Hilling zu einer rasenden Suchbewegung nach – Glück? Schmerz? Liebe? Gott? Freiheit? Oh no no no …
Anja Hilling ist eine Poetin unter den zeitgenössischen Dramatiker_innen. Dicht und fordernd ist ihre Sprache, überreich an Bildern, voller Anspielungen und Referenzen, genau rhythmisiert.
Kammerspiele

Uraufführung Juni 2020
Regie
Sebastian Schug