Drei neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht: Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel interessiert sich für das Unsichere unserer Identitäten, für die Frage, wer wir sind, für die Leerstellen in unseren Leben. Sie porträtiert einen Strafverteidiger, dessen Rückblick auf seine erfolgreiche Karriere feine Risse zwischen öffentlichem und privatem Leben offenbart. Thomas Pletzinger ist ein Meister der literarischen Reportage. Sein Text verleiht einer Frau die Stimme, die den letzten – unsentimentalen – Rundgang durch ihr Hotel macht, das sie jahrelang mit trockenem Humor und praktischem Verstand geführt hat. In »Branka« von Angelika Klüssendorf erzählt eine Wirtin am Ende eines arbeitsreichen Tages vom Verlust der Heimat, vom Neuanfang in Frankfurt, von einer scheinbar unauflöslichen, strukturellen Gewalt in ihrem Leben: einer Gewalt, der sie mit ihrem lauten und überbordenden »Branka-Lachen« begegnet.

Die Monologe »Unvollkommene Umarmung« von Antje Rávik Strubel, »Ich verlasse dieses Haus« von Thomas Pletzinger, »Branka« von Angelika Klüssendorf werden in festen Paketen angeboten.


Ermöglicht durch den Hauptförderer
sowie
Kammerspiele

Uraufführungen 06. April 2019
Termine
Sa 06.04.2019 18.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse