Wir verschicken Nachrichten ohne Ende – per SMS, WhatsApp, Twitter, E-Mail oder was auch immer. Eine
Heilsbotschaft ist nicht mehr dabei, keine Gewissheit, die für alle gilt. In Wolfram Lotz‘ Theaterwelt gibt es eine Satellitenschüssel, die Tonsignale ins All schicken kann. Der Leiter des Fortschritts sucht nach Nachrichten und Begegnungen, die dem All etwas über das Leben mitteilen. Und so treten sie auf, die kleinen und großen Glückssucher: der kleinwüchsige Purl, der spastische Lum, die dicke Frau, der alleinerziehende Vater, die totgeglaubte Hilda, der Wissenschaftler Rafinesque, der Politiker Pofalla und der auferstandene Dichter Kleist. Sie alle sprechen von ihren Sehnsüchten, suchen nach dem Sinn und finden doch nur Vergänglichkeit. Wolfram Lotz hat einen wunderbar tragikomischen Reigen über das Leben in utopielosen Zeiten geschrieben. Er zählt zu den wichtigsten Gegenwartsautoren und wird mit diesem 2010 entstandenen Theaterstück zum ersten Mal in Frankfurt vorgestellt. Es spielen die acht jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des Studiojahrs.

Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation, Crespo Foundation und die Dr. Marschner Stiftung.
Kammerspiele

Premiere 17. März 2018
Regie
Marc Prätsch

Bühne
Philipp Nicolai

Kostüme
Tine Becker

Dramaturgie
Judith Kurz