Eine Versuchsanordnung wie unter dem Brennglas: Der Ministerialdirigent Heiko Braubach hat einen Jungen, der unter Drogeneinfluss stand, angefahren. Schuld trifft den Fahrer nicht. Dennoch will der Politiker der Mutter des Jungen unter die Arme greifen – immerhin befindet er sich mitten im Wahlkampf und die Mutter muss als Altenpflegerin jeden Cent zweimal herumdrehen. Als Braubach dies klären will, trifft er auf den jungen Rechten Jerome, der die Stunde seines heiligen Zorns gekommen sieht. Mit Braubach und Jerome treffen unvereinbare Positionen aufeinander: Auf der einen Seite der etablierte, pragmatische Politiker, auf der anderen ein junger Mann voller extremer Positionen, die sich aus Enttäuschung, Wut und Hass speisen. Lutz Hübner und Sarah Nemitz gehören zu den erfolgreichsten Autor_innen unserer Zeit. In ihrem neuen Stück gehen sie der Frage nach, wie demokratische Werte in unserer Gesellschaft erodieren und was politisches Handeln kompromittiert. Ein Stück, das mit Wucht in den Nerv unserer Gesellschaft bohrt.

Gefördert vom
Schauspielhaus

Uraufführung 02. November 2018

Ein Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt
Regie
Anselm Weber

Bühne
Lydia Merkel

Kostüme
Irina Bartels

Musik
Thomas Osterhoff

Dramaturgie
Ursula Thinnes