Foto: Jessica Schäfer
Ein Affe stattet Bericht ab – vor einer Akademie hoher Herren, die sich für sein »äffisches« Leben
interessieren. Doch der Affe berichtet über fünf Jahre der Menschwerdung. 1. Lektion: Den offenen Handschlag lernen. 2. Lektion: Rauchen. 3. Lektion: Die Schnapsflasche… Mit schier übernatürlicher Kraft gelingt es ihm, dem Affen, die Durchschnittsbildung eines Europäers zu erlangen. Er sucht einen Ausweg aus der Gefangenschaft. Am Ende kann er wählen: Zoo oder Varieté, Käfig oder Zurschaustellung.
Kafkas Text von 1917 ist eine Satire auf Zivilisierungs- und Bildungsprozesse. Der Affe erscheint menschlicher als die Menschen. In der Umkehrung der Vorzeichen legt Kafka die Fragwürdigkeit aller Anpassungs- und Assimilationsvorgänge offen. Denn die Menschwerdung gelingt dem Affen, dem Anderen, dem Außenseiter, nicht vollständig. Der Zugang zur Menschenwelt ist ihm letzten Endes ebenso versperrt wie der Weg zurück zum Tier. Er wird immer ein Fremder bleiben.
Pressestimmen
»Im klingenden Rhythmus von „Six foot, seven foot,eight foot banana“ geht es los und beglückt das Publikum sehr bald mit überreichen Resten äffischer Körpersprache und Unsitten, verstärkt durch Steppschrittfolgen[…].«
(Frankfurter Neue Presse, 4. Oktober 2017)
»Lisa Eder ist gar kein verkleideter Mensch, sie ist ein verkleidetes Tier.«
(Frankfurter Rundschau, 4. Oktober 2017)
»Eine klasse Leistung […].«
( Kulturfreak.de)

Bildergalerie

Video

Box

Premiere 01. Oktober 2017
Termine
So 05.11.2017 15.00 Uhr
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Regie
Isaak Dentler

Kostüm:
Raphaela Rose

Dramaturgie
Judith Kurz

Choreographie
Madeline Ferricks-Rosevear

Besetzung
Lisa Eder