Foto: Felix Grünschloß
Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt«, schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Berliner Zeichner Heinrich Zille. Wie wir wohnen, bestimmt zu einem großen Teil, wer wir sind. Eine Wohnung ist unser Heimathafen, privater Rückzugsort und Schutzraum. Ist uns noch bewusst, welch politische Sprengkraft die Frage nach dem Wohnraum hat? Oder haben wir uns mit Gentrifizierung und Bauspekulation abgefunden? Häuserkämpfe sind vorerst keine in Sicht. Aber wie hat sich seit Kriegsende der Raum, in dem wir leben, verändert? Jan Neumann nimmt sich eine Frankfurter Musterwohnung als Ausgangspunkt für seine Recherche, deren Bewohner_innen Stationen gesellschaftlicher Umbrüche markieren. Am Ende bleibt an diesem Ort nur noch Staub, Dreck in den Ritzen der Dielen, über Jahrzehnte zusammengepresst, ein verbindendes Element, das wir alle atmen, ein Element, zu dem alles wird.

Pressestimmen

»Jan Neumann hat mit „Aus Staub“ ein im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaftes Frankfurt-Stück entwickelt, das die großen Dinge im Kleinen und die kleine Dinge im Großen findet. […] Es Ist ein kleiner theatraler Glücksfall, wie Neumann mit nur sechs Schauspielern […] so viel Welt und Leben einfängt.«
Frankfurter Neue Presse, 1. Oktober 2018
»Nach knapp zwei Stunden braust Applaus auf, den alle verdient haben. Autor und Regisseur Neumann, der schon unter der Intendanz Elisabeth Schweegers beeindruckende Produktionen in den Frankfurter Kammerspielen aufgeführt hatte, ist erfolgreich zurückgekehrt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Oktober 2018
»Jan Neumann lässt zwei pausenlose Stunden mit leichter Hand und dem rechten Maß an Witz und Ironie vergehen.«
Frankfurter Rundschau, 1. Oktober 2018
»In einer so munteren wie melancholischen Zeitrevue spielt sich ein bravouröses sechsköpfiges Ensemble um Altine Emini, Sebastian Kuschmann, Friederike Ott, Sebastian Reiß, Julia Staufer und Uwe Zerwer im steten Wechsel Szene für Szene durch Stationen der deutschen Nachkriegsgeschichte in einem individuell-familiären Rahmen. […] Das Stück ist abwechslungsreich, kabarettistisch und es spielt mitunter mit den Mitteln der Sitcom.«
Offenbach Post, 1. Oktober 2018
»Ein wunderbarer und nachdenklich machender Abend über den Staub, zu dem wir alle werden [...], mit einem großartigen Ensemble, Licht, Bühne, Musik, alles passt zusammen.«
Strandgut, November 2018
»Ein ganz besonderes Stück, das eng mit der Geschichte von Frankfurt und seinen Bürgern verbunden ist. […] tolle Ensembleleistung […]. Großer Zuspruch vom Publikum für diese Zeitreise, für pausenlose 105 Minuten, die nachdenklich stimmen und gleichzeitig wunderbar unterhalten.« 
kulturfreak.de, 18. Oktober 2018
»Jan Neumann zeigt […] einen Querschnitt durch die Stadt und ihre Geschichten, wie bei einem Puppenhaus. Das ist so gut erzählt, dass es eine reine Freude ist, zuzuschauen.«
Journal Frankfurt, Dezember 2018

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Kammerspiele

Uraufführung 29. September 2018

ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Termine
Mi 12.12.2018 20.00 – 21.50 Uhr
19.30 Uhr, Einführung im Foyer der Kammerspiele
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Do 13.12.2018 20.00 – 21.50 Uhr
Mi 26.12.2018 18.00 – 19.50 Uhr
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
So 13.01.2019 18.00 – 19.50