Orest flieht und kann doch nicht entkommen: Die Spirale der Gewalt durchzieht das Leben aller – sein Vater hat für den Sieg der Griechen über Troja die Tochter Iphigenie geopfert, seine Mutter hat dafür den Vater ermordet, Orest wiederum seine Mutter getötet und wird gejagt von den Erinyen, die diesen Muttermord gesühnt sehen wollen. Doch wie entkommen, wenn Rache auf Rache sich türmt, wenn aus der einen Schuld die nächste folgt, weil ohne Verschulden kein Handeln möglich ist? In archaischen und mythologischen Bildern beschreibt Aischylos den unaufhörlichen, grausamen Kreislauf des Leidens. Orest weiß keinen Ausweg, als Zuflucht zu den Göttern zu nehmen: Apollon als sein ständiger Begleiter verweist ihn auf die Göttin Athene, die eine bessere Zukunft garantieren soll. Sie appelliert an die Selbstverantwortung der Menschen. Die älteste Trilogie des Abendlandes aus dem Jahr 458 v. Chr. mahnt uns heute, dass wir unsere Eigeninteressen zurückstellen müssen, damit uns eine gemeinsame Rechtsordnung den Frieden garantiert.
Schauspielhaus

Premiere 22. Februar 2020

ca. 3 Stunden 15 Minuten, 1 Pause
Termine
Sa 22.02.2020 19.30
Mo 24.02.2020 19.30
Fr 28.02.2020 19.30
Mi 04.03.2020 19.30
Do 05.03.2020 19.30
Mo 09.03.2020 19.30
Mi 18.03.2020 19.30
Fr 20.03.2020 19.30
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
So 29.03.2020 16.00
Do 09.04.2020 19.30
Fr 10.04.2020 18.00