Foto: Robert Schittko
Wir verschicken Nachrichten ohne Ende – per SMS, WhatsApp, Twitter, E-Mail oder was auch immer. Eine
Heilsbotschaft ist nicht mehr dabei, keine Gewissheit, die für alle gilt. In Wolfram Lotz‘ Theaterwelt gibt es eine Satellitenschüssel, die Tonsignale ins All schicken kann. Der Leiter des Fortschritts sucht nach Nachrichten und Begegnungen, die dem All etwas über das Leben mitteilen. Und so treten sie auf, die kleinen und großen Glückssucher: der kleinwüchsige Purl, der spastische Lum, die dicke Frau, der alleinerziehende Vater, die totgeglaubte Hilda, der Wissenschaftler Rafinesque, der Politiker Pofalla und der auferstandene Dichter Kleist. Sie alle sprechen von ihren Sehnsüchten, suchen nach dem Sinn und finden doch nur Vergänglichkeit. Wolfram Lotz hat einen wunderbar tragikomischen Reigen über das Leben in utopielosen Zeiten geschrieben. Er zählt zu den wichtigsten Gegenwartsautoren und wird mit diesem 2010 entstandenen Theaterstück zum ersten Mal in Frankfurt vorgestellt. Es spielen die acht jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des Studiojahrs.

Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation, Crespo Foundation und die Dr. Marschner Stiftung.
Pressestimmen
»Die auf gute anderthalb Stunden gestraffte Frankfurter Inszenierung von Marc Prätsch geht nicht nur da mit der Zeit, besetzt Kim, wo einst Ronald Pofalla stand. Es wird auch viel Pop gesungen, wobei vor allem Herr Alberts, der verzweifelte Mann, dessen Kind gestorben ist (Nicolas Matthews), brilliert. (...) die Inszenierung gibt der losen Show einen Hauch von Kuriositätenschau, entsteht mal brüllende Komik, dann wieder stille Poesie, Tragödien auch.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2018)
»Der menschliche Mitteilungsdrang und die Qualität der Mitteilung stehen traditionell in einem unlogischen Verhältnis. Auch damit spielt Wolfgang Lotz‘ so munteres wie melancholisches, so leichtes wie dramaturgisch aufgebufftes Stück „Einige Nachrichten an das All“ von 2012. (...) Die Devise des LdF, „nur keine Leere aufkommen lassen“, gibt dem mit Musik (Dominik Schiefner) durchsetzten revuehaften Verlauf einen Freifahrtschein, aber im Einzelnen ist Platz für kleine Virtuosenstücke und gibt es Anlass zum Kringeln und Gruseln.«
(Frankfurter Rundschau, 19. März 2018)
»Eine tolle, ebenso komische wie berührende Leistung des Studiojahrs Schauspiel und des Regieteams, die die Worte von Schwester Inge aus dem Vorspiel Lügen straft: „Es sind eben Kinder, das ist eben kein richtiges Theater“. (...) Berührend und komisch: Das Studiojahr Schauspiel bringt mit „Einige Nachrichten an das All“ die großen Fragen des Menschseins auf die Bühne.«
(Frankfurter Neue Presse, 19. März 2018)
»Regisseur Marc Prätsch hat mit den acht jungen Schauspielern des Studiojahrs […] einen intensiven, beeindruckenden Abend auf die Beine gestellt.«
(Main-Echo, 03. April 2018)

Bildergalerie

Video

Kammerspiele

Premiere 17. März 2018

ca. 2 Stunden, keine Pause
Termine
Do 14.06.2018 20.00 – 21.45 Uhr
Regie
Marc Prätsch

Bühne
Philipp Nicolai

Kostüme
Tine Becker

Musik
Dominik Schiefner

Dramaturgie
Judith Kurz

Besetzung
Lisa Eder (Die dicke Frau / Fußnoten)
Kristin Alia Hunold (Hilda / Rafinesque)
Vincent Lang (Lum)
Philippe Ledun (Purl Schweitzke)
Nicolas Matthews (Der Alleinerziehende Klaus Alberts / Unhold)
Nelly Politt (Schwester Inge / Eine Stimme über Allem / Politikerin)
Christina Thiessen (Kleist)
Felix Vogel (LdF)