Dea Ex Machina

von Swoosh Lieu
Frankfurt LAB
ca. 1 Stunde 10 Minuten
Es kommt an einigen Stellen Stroboskoplicht zum Einsatz.

Termine

https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Sa. 01.10.2022
18.00–19.10
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
So. 02.10.2022
16.00–17.10
https://www.schauspielfrankfurt.de Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main
Mo. 03.10.2022
20.00–21.10
TEAM
Konzept und Licht: Johanna Castell
Konzept, Sound und Text: Katharina Pelosi
Konzept, Video, Text und Performance: Rosa Wernecke
Bühne und Kostüme: Magdalena Emmerig
Puppenspiel und Robotik: Frieder Miller
Technische Leitung: Jones Seitz
Technische Leitung Gastspiele: Anahí Pérez
Sprecherinnen: Dela Dabulamanzi und Birte Schnöink
Fachliche Beratung: Hannah Fitsch
Outside Eye: Friederike Thielmann
INHALT
Die feministische Performancegruppe Swoosh Lieu verwandelt das Theater in ein technisch-verspieltes Manifest-Fest, in dem die systemsprengende Kraft der jahrhundertealten, randständigen Figur der Hexe zur Hoffnungsträgerin für eine Zukunft jenseits hegemonialer Männlichkeit wird.
Der Deus ex Machina bezeichnet ursprünglich das Auftauchen einer Gottheit mit Hilfe einer Bühnenmaschinerie. Bei Swoosh Lieu ist die Maschine eine Göttin, der die neuen »Haecksen« huldigen. Zusammengesetzt aus »Hexen« und dem englischen Tech-Lehnwort »hacken« sind dies die Alchemist:innen der Zukunft, die sich an Lebensformen jenseits biologischer Abstammung und binären Geschlechterrollen erproben. Sie decodieren Körperbilder, Erzählweisen, bühnentechnische Systeme und entwerfen queer-feministische Verwandtschaftskonzepte.
Der Bühnenraum ist in eine Platine verwandelt, die statt chronologischer Narrative maximale, enthierarchisierte Verknüpfung produziert, in der futuristische Technikkonstruktionen zu Erzählerinnen werden, Scheinwerfer zu Tieren, die Performerinnen zu Verbindungen. Vergangenheit und Zukunft, Mensch und Maschine vermischen sich im Zaubernebel. Das Theater ist bei Swoosh Lieu gleichzeitig Spielplatz und Kampfzone, Labor und Zärtlichkeitsmaschine.
Eine Produktion von Swoosh Lieu in Koproduktion mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste, dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Rudolf-Augstein-Stiftung. Swoosh Lieu werden gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Swoosh Lieu

Swoosh Lieu wurde 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen gegründet und arbeitet seitdem kontinuierlich in unterschiedlichen Konstellationen und Kooperationen. Das queerfeministische Frankfurter Kollektiv schafft temporäre Räume und Bilder in Echtzeit und thematisiert gleichzeitig ihre Herstellung.