Else Lasker-Schüler, expressionistische Lyrikerin und eigenwillige Künstlerin, beschritt radikal neue künstlerische Wege. Franz Marc malte ihr seinen berühmten »Turm der blauen Pferde«, Herwarth Walden, Herausgeber des Avantgarde-Zentralorgans »Sturm«, war ihr zweiter Ehemann, Georg Trakl und Oskar Kokoschka zählten u. a. zu ihren Vertrauten und Gottfried Benn hielt sie für die größte Dichterin Deutschlands. In ihrem letzten Dramenfragment »IchundIch«, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstand und sprachgewaltig die traumatische historische Situation reflektiert, ist die Hölle Schauplatz der Handlung: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander, das in einem überraschenden Kompromiss endet. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazis, bis alle buchstäblich zur Hölle fahren.

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Kammerspiele

Premiere 02. Oktober 2020
Termine
Fr 02.10.2020 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
So 04.10.2020 18.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa 10.10.2020 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
So 18.10.2020 18.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Do 22.10.2020 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Fr 23.10.2020 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa 28.11.2020 20.00
Regie
Christina Tscharyiski

Ausstattung
Verena Dengler, Dominique Wiesbauer

Dramaturgie
Julia Weinreich

Besetzung
Friederike Ott (Die Dichterin)
Wolfgang Vogler (Mr. Swet)
Matthias Redlhammer (Faust)
Florian Mania (Mephisto 1 / Baal)
Fenna Benetz (Regie)
Anna Bardavelidze (von Schirach)
Nina Plagens (Ausstattung)
Heidi Ecks (Marte Schwertlein / Vogelscheuche)
Tanja Merlin Graf (Mephisto 2)
John Sander (Göring / Hitler)
Uwe Zerwer (Goebbels)