1939 erschienen, erregte dieser Roman großes Aufsehen. Kaum war die erste Auflage vergriffen, versuchten Großgrundbesitzer und rechtsnationale Kräfte, das Buch zu verbieten: So sehr hatte es die amerikanische Öffentlichkeit aufgewühlt. Steinbeck stellte schonungslos das Elend der amerikanischen Farmer dar, die ihre Heimat Oklahoma aufgrund der hohen Pachtsteuern in Zeiten der »Großen Depression« verließen. Sandstürme und moderne Agrartechniken hatten ihre Böden unbrauchbar gemacht. Von dem Traum angelockt, in Kalifornien eine bessere Zukunft zu finden, nahmen Hunderttausende den leidvollen Weg über die berühmte Route 66 auf sich. In Kalifornien erwartete sie nur Hunger, Ausbeutung und Fremdenhass. Bei John Steinbeck ist es die Familie Joad, die dieses Schicksal erdulden muss und darüber fast zerbricht. In einer Art fiktionaler Reportage gelingt es dem Autor, der selber einen Flüchtlingstreck begleitete, die kapitalistischen Prinzipien freizulegen, die Menschen ins soziale Abseits bringen. Seine Geschichte über den Kampf nach Würde in würdelosen Zeiten bleibt auch heute noch hochaktuell.
Schauspielhaus

Premiere 27. März 2020
Termine
Fr 27.03.2020 19.30
Sa 28.03.2020 19.30
Fr 03.04.2020 19.30
Mo 13.04.2020 18.00
Regie
Roger Vontobel

Bühne
Palle Steen Christensen

Kostüme
Tina Kloempken

Musik
Keith O`Brien

Dramaturgie
Marion Tiedtke

Besetzung
Heidi Ecks (Großmutter Joad)
Thomas Meinhardt (Großvater Joad)
Patrycia Ziolkowska (Mutter Joad)
Uwe Zerwer (Vater Joad)
Nils Kreutinger (Tom Joad)
Friederike Ott (Rose Rivers geb. Joad)
Heiko Raulin (Jim Casey)
Matthias Redlhammer (Onkel John)
Stefan Graf (Connie Rivers)
Keith O`Brien, Yuka Ohta (Live-Musik)