Ist etwas neu am Antisemitismus in Deutschland? Wie ist er unter Jugendlichen in Frankfurt präsent? Gibt es eine steigende Tendenz antisemitischer Anfeindungen und Übergriffe unter Jugendlichen? Woraus speist sich Antisemitismus und welche neuen Separierungen und Allianzen ergeben sich im gesamtgesellschaftlichen Kontext einer modernen Migrationsgesellschaft? Etablierte Erinnerungskultur in Deutschland ist angesichts der Realität einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft provozierend eng auf nationale Selbstverständigung fokussiert. Ziel dieses Projektes ist es, heterogene Positionen, vielfältige Perspektiven und Expertisen von Jugendlichen in einen kreativen Austausch zu bringen und jugendlichen Antisemitismus im Zusammenhang zu sehen mit institutionellem Rassismus, anderen gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten, Verschwörungsfantasien und Identitätsfindung. Künstlerische Form und gedankliche Analyse werden sich dabei gegenseitig befeuern und befragen.

»Young & Expert« beinhaltet die Projekte »Was ich nicht weiß, macht mich heiß« und »Innenansichten«.


Künstlerische Gesamtleitung
Martina Droste