MITDENKEN MITREDEN FRAGEN STELLEN ANTWORTEN SUCHEN

Auch in dieser Spielzeit flankieren wir unser Spielzeitmotto »Morgen ist heute_Wie wollen wir leben?« mit einer partizipativen Vortragsreihe als kritische Betrachtung der Gegenwart, aus der konstruktive Entwürfe für die Zukunft entstehen sollen. Zusammen mit unseren Gästen aus den Bereichen Philosophie, Politik, Medien und Literatur laden wir ein, im Denkraum die öffentliche Debatte zu vertiefen, die sich gegenwärtig allzu oft in Vorurteilen verliert. Dem wollen wir mit unserer sechsteiligen Redenreihe entgegenwirken: Jeder Abend beginnt mit einem 30 bis 40 Minuten langen Impulsvortrag des eingeladenen Gastes. Im Anschluss daran diskutieren die Zuschauer_innen in kleinen Gruppen und sammeln ihre Fragen, die in einem nachfolgenden moderierten Gespräch von der Rednerin oder dem Redner beantwortet werden. Wir laden Sie zu spannenden Themen und kontroversen Gesprächen ein!

Hintergrund

Die Frage nach der Zukunft ist heute so aktuell wie lange nicht mehr, denn große Unsicherheit macht sich breit und zeigt ihr Gesicht in vielen innen- sowie außenpolitischen Unruhen. Es scheint, als habe die globale Marktwirtschaft in Anbetracht der endlichen Ressourcen unserer Welt ihre Grenzen erreicht. Die fortschreitenden technischen Errungenschaften schaffen rasende Veränderungen, so dass uns die zukünftigen Entwicklungen zu überrollen drohen. Vieles ist längst nicht mehr wie früher – selbst das, was uns gesichert schien: Die transatlantischen Bündnisse und demokratischen Systeme geraten ins Wanken, die Klimaveränderungen treten immer bedrohlicher zutage, die Konfliktherde mit ihren weltweiten Flüchtlingsströmen werden mehr und mehr, unsere Arbeits- und Lebenswelt verändert sich radikal durch die digitale Revolution. Kein Wunder, dass die Zukunft kein Versprechen mehr ist, sondern einer Angstvision weicht. Angst jedoch ist ein schlechter Berater: Wie aber gewinnen wir das Nachdenken über Zukunft zurück? Die Geschichte hat uns zur Genüge gelehrt, dass Utopien meist in totalitären Systemen enden. Wenn wir uns nicht in Dystopien verlieren wollen, müssen wir also Alternativen zum Bestehenden denken: Wie können wir die Gesellschaft gestalten – unsere Arbeitswelt, unsere Demokratie, unsere Lebenswelt und unser Klima? Der Mensch ist die einzige Spezies, von der wir wissen, dass sie Zukunft denken kann. Diese Verantwortung sollten wir alle ergreifen und gemeinsam heute die Modelle des Zusammenlebens für Morgen entwickeln.

Themen und Termine

Mit unserer Redenreihe wollen wir in der Spielzeit 2019/20 den so notwendigen Diskurs über die Zukunft vertiefen. Die Gastredner_ innen werden jeweils zu einem zentralen Thema unseres Zusammenlebens eine Analyse der Gegenwart und Perspektiven für die kommenden Jahre beschreiben. Das Schauspiel Frankfurt lädt zusammen mit dem Exzellenzcluster Normative Orders der Goethe-Universität Frankfurt ein, sich heute mit den Gesellschaftsmodellen von morgen zu beschäftigen.

24. September 2019
Nicole Deitelhoff
Konflikte_Wie werden wir unser Zusammenleben gestalten?

03. Dezember 2019
Robert Habeck
Klima_Wie werden wir die Erde retten können?

11. Februar 2020
Martin Saar
Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?

10. März 2020
Susanne Wiest
Arbeit_Was wird aus der Wettbewerbsgesellschaft?

26. Mai 2020
Sophie Passmann
Gleichheit_Werden wir in Teilhabe leben?

02. Juni 2020
Axel Honneth
Anerkennung_Was wird aus unserem Recht auf soziale Freiheit?

Die Veranstaltungen finden jeweils um 20.00 Uhr im Chagallsaal statt.


Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster »Normative Orders« der Goethe-Universität Frankurt. Gefördert von der Heraeus Bildungsstiftung. Medienpartner ist hr-iNFO.
Chagallsaal