Wie soll eine Mutter ihren Sohn schützen, der freiwillig in den Krieg gezogen ist? Kann sie etwas anderes tun als hoffen und warten? Was, wenn die Nachricht von seinem Tod bereits auf dem Weg ist zu ihr? Ora beschließt, zu fliehen. Nicht erreichbar zu sein; ihren Sohn Ofer zu beschützen, indem sie ihn in ihren Erinnerungen und in ihrer Liebe birgt. Sie sucht Ofers Vater Avram auf, der selbst ein vom Krieg Zerstörter ist und darum kein Vater sein konnte. Zusammen wandern die beiden die Grenzen ihres Landes ab. Und Ora erzählt: von ihrer Liebe, ihrer Wut und vom Leben in einem Land voller Hoffnung und Gewalt. David Grossman, dessen Sohn Uri 2006 im Libanon fiel, beschreibt in seinem Werk die existentielle Verstrickung von Leben und Politik, die scheinbar unheilbaren Wunden des Nahost-Konflikts und die Möglichkeit einer Hoffnung auf Frieden. Mit Ora hat er eine der faszinierendsten Frauenfiguren der modernen Literatur erschaffen.

Gefördert vom
Kammerspiele

Deutschsprachige Erstaufführung 11. Januar 2019
Termine
Fr 11.01.2019 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa 12.01.2019 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Fr 25.01.2019 20.00
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa 02.02.2019 20.00
Regie
Jessica Glause

Bühne
Mai Gogishvili

Kostüme
Hugo Holger Schneider

Musik
Joe Masi

Dramaturgie
Alexander Leiffheidt

Besetzung
Eva Bühnen, David Campling, Altine Emini, Christina Geisse, Sarah Grunert, Matthias Redlhammer