Um 480 v. Chr. griff das größte asiatische Heer die Griechen an, die ihnen, zahlenmäßig und technisch unterlegen, eine leichte Beute schienen. Doch in der Meeresenge von Salamis wurden die Perser von den Griechen durch einen Überraschungsangriff brutal geschlagen. Die fast 300.000 Toten lassen ahnen, dass hier ein ganzes Volk über Generationen hinweg seiner Zukunft beraubt war. Aischylos fasst dieses historische Ereignis in eine dichte, bilderreiche Verssprache. Seine Tragödie reflektiert die Stellung des Menschen, der in seiner Anmaßung von Ehrgeiz und Selbstüberschätzung alle und alles in den Untergang reißt: Der Alleinherrscher, vor dem ein Volk in die Knie ging, kehrt ohne Königskleider heim, er ist nackt und schutzlos wie jeder andere. Am Ende liegt die Kraft des Überlebens in der gemeinsamen Klage der Besiegten. Aischylos stellt den Menschen durch die Erfahrung des Schmerzes in seiner Verletzbarkeit dar, und nur aus dieser kann ein moderner, humaner Staat hervorgehen.
Schauspielhaus

Premiere 28. September 2018
Termine
Fr 28.09.2018 19.30 Uhr
Sa 29.09.2018 19.30 Uhr
So 07.10.2018 18.00 Uhr
Regie und Bühne
Ulrich Rasche

Komposition
Ari Benjamin Meyers

Bühnenmitarbeit
Sabine Mäder

Kostüme
Sara Schwartz

Musikalische Leitung
Nico van Wersch

Chorleitung
Toni Jessen

Video
Philip Bussmann

Dramaturgie
Marion Tiedtke

Besetzung
Katja Bürkle, Valery Tscheplanowa (Chor des persischen Ältestenrat / Dareiros` Geist)
Patrycia Ziolkowska (Atossa, Königsmutter)
Torsten Flassig, Samuel Simon, Andreas Vögler, Marcel Andrée, David Campling, Pascal Groß, Harald Horváth, Toni Jessen, Max Koch, Julian Benedikt, Max Bretschneider, Sam Michelson, Johannes Nussbaum, Justus Pfannkuch, Yannik Stöbener, Alexander Vaasen, (Boten)
Francois Guillaume, Arturas Miknaitis (Sänger)
Katelyn King (Marimba, Viraphone), Thomsen Merkel (Bass), Spela Mastnak (Percussion), Maria del Mar Mendivil Colom (Bratsche) (Live-Musik)
Benjamin Lütke (Live-Video)