Foto: Birgit Hupfeld

Man ist entweder reich oder tot. Sonst gibt es bei uns nichts.

Es war einmal im Western, als der Todfeind des Menschen noch der Mensch war und nicht das Kapital, als das Töten alltäglich und das Leben Gefahr war, als jeder Mensch die Freiheit besaß, sich auf den Weg in die Wildnis zu machen und dort sein Glück zu finden. Gold. Geld. Die Zivilisierung des »Wilden Westens« wird bestimmt von Gewalt, Macht und Besitz. Gut und Böse. Es ist alles ganz einfach, bis die Idee der Errichtung einer Bank auftaucht, ein neuer Handel mit Möglichkeiten statt mit Goldbarren, der Plan, den Handel selbst zur Ware zu machen. Aber kann diese Vision eine Zukunft haben, mitten in der rechtsfreien Steppe? Und wer ist der Fremde, der die Revolution gegen das ökonomische Diktat ausruft?

Alexander Eisenach kombiniert den klassischen Western diskursiv mit der Entwicklung des Finanzkapitalismus, gespickt mit Anspielungen auf Meilensteine der Filmgeschichte bis zum Show-down. Am Ende steht das Geld. Oder die Macht. Oder die weite Steppe.

In der Spielzeit 2013/14 war Alexander Eisenach Mitglied im REGIEstudio und inszeniert u.a. am Schauspielhaus Graz, am Theater Neumarkt Zürich, am Düsseldorfer Schauspielhaus und regelmäßig am Schauspiel Frankfurt. In der Spielzeit 2015/16 war er Mitglied im AUTORENstudio.
Pressestimmen
Dieser wilde Theorien-Mix, dieses collagenhafte Zusammenstellen von Texten lässt einen an die Inszenierungen von René Pollesch denken – nur dass es bei Eisenach eine Spur weniger hysterisch, dafür umso komödiantischer zugeht. […] »Der kalte Hauch des Geldes«, das ist eine wunderbar überdrehte Mixtur aus Kapitalismuskritik und Volkswirtschaftslehre, aus Utopiesuche, Westernromantik und Slapstick. Mit seinem detailverliebten Spiel mit dem Wildwest-Mythos ist Alexander Eisenach ein Stück gelungen, das eigen, komisch und unterhaltsam ist.
Nachtkritik
Ein witziger, sehr entspannter und fröhlicher Abend.
Deutschlandradio Kultur
Ein waschechter Saloon ziert die Bühne der Kammerspiele.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wollenzins Bühne und Julia Wassners Kostüme sind perfekt gemachtes Western-Klischee.
Frankfurter Neue Presse
Es ist überraschend, es ist übersteigernd, es ist eine eigene Befassung, die mit all den Stereotypen spielt, die das Westerngenre so zu bieten hat. [...] Ein intellektuell aufgebrezelter Jux.
hr2
Mit lässiger Geste schüttelt der Regisseur und Autor Alexander Eisenach seinen Finanz-Western »Der kalte Hauch des Geldes« in die Frankfurter Kammerspiele. […] Man kommt besser gelaunt aus dem Theater als man (mit Trump im Kopf oder ohne) hineingegangen ist. Schön, dass man über die Welt noch lachen kann – und das durchaus über Niveau.
Theater heute
Eine fulminante Farce voller Tempo, Witz und kluger Sätze.
Fuldaer-Zeitung
Daniel Wollenzin hat die Bühne als mythisch schönen Saloon gestaltet. Die Akteure sind augenzwinkernd witzig, wenn sie nicht lautstark rumballern.
BILD
Es ist ein unterhaltsames Schauspiel, bei dem Slapstick und gesellschaftliche Theorien eine wunderbare Synthese bilden und belegen, wie aktuell Theater sein kann. Chapeau Mr. Eisenach! […] Großer Jubel beim Publikum.
Kulturfreak
Der Abend erweist sich dabei gleichermaßen als Liebeserklärung wie als Parodie auf den Western. Die Dialoge scheinen dabei ebenso an Pollesch wie an Tarantino geschult. Das ist überwiegend lustig und mündet vor der Pause zudem in einer herrlich albernen und blutigen Schießerei.
Journal Frankfurt
Die Darsteller sind brillant, es ist lustig und es wird viel und laut herumgeballert […]. 135 Minuten viel Spaß mit einer Pause.
Frankfurter Stadtkurier

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Kammerspiele

Uraufführung 11. November 2016

2 Stunden 15 Minuten, eine Pause
Termine
So 21.05.2017 18.00 Uhr – 20.15 Uhr
Do 25.05.2017 20.00 Uhr – 22.15 Uhr
Fr 02.06.2017 20:00 – 22.15 Uhr
Sa 03.06.2017 20.00 – 22.15 Uhr
Regie
Alexander Eisenach

Bühne
Daniel Wollenzin

Kostüme
Julia Wassner

Video und Live-Kamera
Oliver Rossol

Komposition und Live-Musik
Bernhard Karakoulakis (Boo Hoo)

Dramaturgie
Henrieke Beuthner

Besetzung
Sina Martens (Nomoney)
(Mitglied im SCHAUSPIELstudio)
Verena Bukal (Marisol)
Christian Kuchenbuch (Baxter)
Christoph Pütthoff (Sheriff Logan)
Lukas Rüppel (Sneaky Sam)