Foto: Birgit Hupfeld
Nacht. Ein verschneites namenloses Dorf. Der Landvermesser K. sucht Unterschlupf. Er hat einen Auftrag aus dem Schloss bekommen, das geheimnisvoll und schwer über dem Dorf thront. Doch die Dorfbewohner treten ihm kühl und feindselig gegenüber. Die Zeit gefriert. Das Schloss zeigt sich als ein undurchschaubares, bürokratisches System aus Regeln und Hierarchien. Angesichts der unermüdlichen Versuche K.s, in die Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden, scheint der Auftrag immer mehr an Bedeutung zu verlieren. K. ist in einem Paradox gefangen: Das Schloss steht ihm nicht offen, aber er kann das Dorf auch nicht verlassen. Es ist, als ob Kafka keinen Weg aus seinem eigenen Labyrinth gefunden hätte. K. schwankt zwischen Erstarrung und Verlangen. Warum er nicht geht? »Was hätte mich denn in dieses öde Land locken können, als das Verlangen hier zu bleiben.«

Wir weisen Sie darauf hin, dass bei der Aufführung »Das Schloß« an einigen Stellen Stroboskoplicht zum Einsatz kommt.
Pressestimmen
» Überzeugend stellt etwa Max Mayer auch K.s problematische Seiten heraus, und Katharina Knap verleiht ihrer Olga eine so frische Natürlichkeit und schildert ihre Not so eindringlich, dass sie für ihren Monolog hoch verdienten Szenenapplaus erhält. «
(Allgemeine Zeitung Mainz, 15. Januar 2018)
» Und die Grenzen zwischen bildender […] Kunst, Sprechtheater, Tanz, Kultur, Geräusch, Musik, die oszillieren diesen Abend über, sowie Max Mayers zappeliger Landvermesser auch oszilliert zwischen Lässigkeit und Panik. […] Die Stärke dieser Inszenierung liegt in so einer beunruhigenden Ungreifbarkeit.  «
(hr2, 17. Januar 2018)
» Im „Schloss“ zeigt sich Borgmanns freie, visuelle Herangehensweise […] als klarer Pluspunkt: Die Inszenierung behält das Rätselhafte, Universell-Abstrakte der Kafkaschen Vorlage, ohne unzugänglich zu sein. «
(Allgemeine Zeitung Mainz, 15. Januar 2018)
» Die Frauenfiguren, bei Kafka immer ein heikles Thema, bekommen in dieser Inszenierung ein unerwartetes Gewicht: Neben der starken, sehr differenziert agierenden Katharina Bach gilt das vor allem für Katharina Knap, deren Monolog als zur Prostitution gezwungenes Schlankmädchen schlicht grandios ist. «
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2018)
» Während es am Anfang – und immer mal wieder – sehr dunkel ist, hört man ein schweres Atmen. Das klingt verheißungsvoll, und es fällt Borgmann ohne nicht schwer, für Stimmung zu sorgen. […] Max Mayer ist ein unwiderstehlich präsenter Schauspieler […].  «
(Frankfurter Rundschau, 15. Januar 2018)

Bildergalerie

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Schauspielhaus

Premiere 13. Januar 2018

3 Stunden, 30 Minuten, eine Pause
Termine
Do 18.01.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
19.00 Uhr, Einführung im Chagallsaal
Mo 22.01.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
Fr 26.01.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
Mo 29.01.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
19.00 Uhr, Einführung in der Panorama Bar
Do 01.02.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
Fr 02.02.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
19.00 Uhr, Einführung im Chagallsaal
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Mi 07.02.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
19.00 Uhr, Einführung in der Panorama Bar
Do 15.02.2018 19.30 Uhr – 23.00 Uhr
19.00 Uhr, Einführung im Chagallsaal
Regie und Bühne
Robert Borgmann

Kostüme
Thea Hoffmann-Axthelm

Musik
Philipp Weber, Robert Borgmann

Dramaturgie
Ursula Thinnes

Besetzung
Katharina Bach (Frieda / Amalia)
Isaak Dentler (Lehrer / Wirt / Archivar)
Altine Emini (Pepi / Mizzi)
Stefan Graf (Gehilfe Jeremias)
Katharina Knap (Wirtin / Olga)
Max Mayer (K.)
Wolfgang Pregler (Vorsteher / Bürgel)
Heiko Raulin (Gerstäcker / Barnabas / Momus)
Samuel Simon (Gehilfe, Arthur)
Hans Brunswick (Statisterie)
Philipp Weber (Live Musik)
Joel Borod / Edward Jumatate (Kind)