Unheim

Text und Regie: Wilke Weermann
Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt
Kammerspiele
Uraufführung 08. April 2022
TEAM
Regie: Wilke Weermann
Bühne und Kostüme: Johanna Stenzel
Sounddesign und Musik: Constantin John
INHALT
Eine Gruppe junger Menschen trifft sich nachts, im Schlaf, angeschlossen an ein Netzwerk. Dann passiert »die Sache«, und einer von ihnen ist fort. Tot. Nur im Netz begegnet er seinen Freunden weiterhin, denn zum Zeitpunkt seines Todes war er online. – Alle 3D-Drucker im Viertel beginnen, sonderbare Objekte zu produzieren: Rätsel, die sich öffnen, wenn man bestimmte Hebel drückt, Briefe voller mikroskopisch kleiner Zeichen, Ornamente. Dann sind eines Tages alle Gegenstände wieder verschwunden. Bis auf einen. – Eine Firma baut Wohnungen, in denen mehrere Familien gleichzeitig wohnen können, ohne sich je zu begegnen. Eine spatiale Phasenverschiebung macht es möglich. Doch als eine Bewohnerin umkommt, bleibt ihre Leiche in der Phase gefangen.
Widergänger, Nachrichten aus dem Jenseits, Erscheinungen – Wilke Weermann überträgt die Topoi der schwarzen Romantik in eine Zeit der nahen Zukunft, spielt mit den Genres und Ästhetiken von Science Fiction, Manga und frühen Videospielen. Dabei beschäftigt ihn zentral die Frage nach dem negativen Zeichen schlechthin: dem Monstrum.