Die LABS

ein neues Format
LAB 1: SZENISCH FORSCHEN 

Wo sind die Berührungspunkte zwischen aktuellen Inszenierungen des Schauspiels und euren Erfahrungswelten? Das Junge Schauspiel lädt alle Jugendclubber ein, eine Woche das Schauspielhaus zu bevölkern, gemeinsam zu forschen, zu proben, szenische Visionen und performative Überschreibungen zu entwickeln. Was lösen die verschiedenen Erzählungen, Handschriften und Theaterformen aus? Mit Theater auf Theater reagieren, aus Beschreibungen und Fragen an eine Inszenierung szenische Vorgänge (er)finden: In kleinen Gruppen arbeitet ihr, begleitet durch Inputs und kurze Workshop-Einheiten, selbstständig. Jeder Tag wird mit einem kurzen Tryout der Gruppen beendet. Am Ende der Woche steht eine Werkstattpräsentation bei einer »Open Stage«. 

Januar 2019

LAB 2: URBAN STAGING 

Deine Stadt mit anderen Augen sehen. Der öffentliche Raum wird zu unserer Bühne: Welche Spielmöglichkeiten geben uns die Architektur, geschriebene und ungeschriebene Verhaltensregeln und Codes? Wir machen uns auf die Suche an altbekannten Plätzen und Orten und entdecken bisher Übersehenes oder Verborgenes: Die Überwachungskamera, die uns täglich an der Haltestelle filmt oder den Pflasterstein, dem eine Ecke fehlt. Neben dem Liveact stellen wir das Erlebte auf einer »Open Stage« vor. 

Mai / Juni 2019

LAB 3: PERFORM-IN(G)-ARTS

Für einen ungewöhnlichen Ort und ein spannendes Thema entwickeln wir innerhalb weniger Probentage Aktionsformen, zum Beispiel für die Kinderkunstnacht in der Schirn Kunsthalle. 

Oktober / November 2018
Jugendclub Premiere 1

Jetzt aber anders

»Als ich jung war, war alles anders.« Diesen Satz hören Jugendliche oft von ihrer Eltern- und Großeltern-Generation. Wann verändern sich die Dinge und wer entscheidet das? Welche Ereignisse, welche Kämpfe sind bedeutsam? Jung sein bedeutet, ständig im Umbruch zu sein. Veränderungen sind Bewegung, lösen Bewegungen aus. Ein inklusives Jugendensemble entdeckt in Erzählungen von Umbrüchen durch Migration und normativen Wandel bedeutsame Erfahrungen für die Gegenwart und nutzt diese als Impulse für eigene Bewegungsspielräume. Wir machen uns auf die Suche nach eruptiven, manchmal schockierenden und verunsichernden Kräften und nach den Potentialen, die sie bergen. Wann sind wir bereit für Konsequenzen? In diesem Projekt mit Jugendlichen unterschiedlicher Erfahrungen und Fähigkeiten arbeiten erstmalig die Choreografin Aleksandra Scibor und die Leiterin des Jungen Schauspiel Frankfurt Martina Droste zusammen.
Jugendclub Premiere 2

Weisse Flecken

Nur der Mensch weiß, dass er vergisst. Vergessen und Erinnern sind notwendige Komponenten des Lernens. Das Junge Schauspiel befragt in Kooperation mit demHistorischen Museum Frankfurt anhand der Ausstellung »Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern« mit einem jungen Ensemble das Vergessen und Erinnern. Hier wird aus einem Rückblick ein Ausblick: An was möchte ich mich einmal erinnern können? Was muss vergessen werden? Welchen Einfluss hat der kollektive Umgang mit Erinnerung in unserer Gesellschaft? Wie funktioniert Priorisieren und Selektieren? Die Generation der»Digital Natives« ist wie keine andere bisher mit einem riesigen digitalen Erinnerungsspeicher konfrontiert. Das Vergessen-Werden wird hier zu einem zu erkämpfenden Recht. Was will ich vergessen dürfen?