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Tagebuch eines Wahnsinnigen
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The killer in me is the killer in you my love
Wenn, dann: Was wir tun, wie und warum (Arbeitstitel)
Werthers Leiden
Wilhelm Meister. Eine theatralische Sendung
Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht / Musik Paul Dessau
Vorwärts
man merkts, hier ist zu lang kein krieg gewesen.

Anna Fierling, eine Marketenderin des Dreißigjährigen Kriegs, wird »Mutter Courage« genannt, seit sie unterm Feuer der Geschütze fünfzig Brotlaibe in die belagerte Stadt Riga brachte. Weil der Preis gestimmt hatte. Sie glaubt, der Krieg sei ein Geschäft, nur übersieht sie: Das Geschäft machen die Anderen. Und so kühn sie selber sein kann, wenn sie den Profit riecht, so sehr graust ihr vor dem ahnungslosen Heldenmut der eigenen Kinder. Diese wurden auf den Heerstraßen des Kriegs gezeugt – und haben gute Chancen, dort auch zu verenden. Schweizerkas und Eilif, ihre beiden Söhne, vor den Nachstellungen der Werber zu bewahren, ist bereits ein aussichtsloses Unterfangen. Aber selbst die stumme Tochter Kattrin ist noch lange nicht hässlich genug, als dass man sich in Kriegszeiten keine Sorgen um sie machen müsste. Krieg ist »eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln«. Brechts Feststellung ist in einer Gesellschaft, die ökonomische Interessen über menschliche Belange stellt, noch immer schmerzhaft aktuell. »Mutter Courage« ist, mit seinen bekannten Liedern und vitalen Rollen, jenseits aller Ideologie ein ergreifendes Stück über Menschen, die überleben wollen.

Robert Schuster kehrt mit dieser Inszenierung als Regisseur nach Frankfurt zurück. Von 1999 bis 2002 leitete er gemeinsam mit Tom Kühnel und Bernd Stegemann das TAT im Bockenheimer Depot. 2004 wurde er als Professor für Regie an die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin berufen. Seit 2000 inszeniert er Oper und Schauspiel u. a. in Basel, Bremen und am Deutschen Theater Berlin.

Schauspielhaus
Premiere
23.01.10   > Ausverkauft
Regie
Robert Schuster
Bühne
Hartmut Meyer
Kostüme
Matthias Winkler
Emily Laumanns
Stefanie Lindner
Musikalische Leitung
Susanne Blumenthal
Musikalische Bearbeitung
Christine Schulz-Wittan
Dramaturgie
Sibylle Baschung
Besetzung
Heidi Ecks (Mutter Courage)
Kathleen Morgeneyer (Kattrin, ihre stumme Tochter)
Oliver Kraushaar (Eilif, der älteste Sohn)
Christian Beermann (Schweizerkas, der jüngere Sohn)
Joachim Nimtz (Feldkoch)
Andreas Uhse (Feldprediger)
Franziska Junge (Yvette Pottier)
Martin Butzke (Werber, Hauptmann, Obrist, u.a.)
Katharina Hackhausen (Werber, Bäuerin, u.a.)
Johannes Flachmeyer (Werber, der Einäugige, der junge Soldat, u.a.)
Nicholas Reinke (Werber, Zeugmeister, Bauer, u.a.)
Orchester
Eva Hennevogl (Violine)
Shin-Hye Park (Violine)
Sophie Müller (Violine)
Anna Pommerening (Viola)
Johanna Brückner (Viola)
Mareike Oehler (Violoncello)
Anna Reitmeier (Violoncello)
Daniel Albrecht (Trompete)
Julian Walz (Trompete)
Alexander Stegemann (Akkordeon)
Robert Beyer (Akkordeon)
Lale Pekkip (Schlagwerk)
Pressestimmen
 
Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17 | 60311 Frankfurt am Main
Tel: 069.212.37.000